Unter Applaus der GläubigenHermann Gletter ist nun Bischof von Innsbruck

Der Steirer Hermann Glettler ist seit Samstagnachmittag Bischof der Diözese Innsbruck: Erzbischof Franz Lackner weihte den 52-Jährigen unter Beisein von fast 8000 Gläubigen in der Innsbrucker Olympiahalle, darunter rund 500 Steirer.

Der neue Tiroler Bischof Hermann Glettler
Der neue Tiroler Bischof Hermann Glettler © Diözese Innsbruck
 

In einem feierlichen Gottesdienst wurde Hermann Glettler Samstagnachmittag zum Bischof von Innsbruck geweiht. Nach zwei Jahren des Wartens hat Tirol damit wieder einen Oberhirten. Ende September wurde publik, dass der 52-jährige Steirer dieses Amt übernehmen soll, wenige Tage später bestätigte der Vatikan die Meldung.

 

Hier die schönsten Fotos von der Feier und die Weihe zum Nachlesen.

>>>Fotostrecke aus der Olympiahalle in Innsbruck:

Die ersten Bilder: Bischofsweihe in Tirol

Hermann Glettler ist am Samstag bei einem Festgottesdienst in der Olympiahalle zum neuen Innsbrucker Diözesanbischof geweiht worden.

Diözese Innsbruck

Dort, wo normalerweise Sportveranstaltungen oder Konzerte stattfinden, wurden rund 8.000 Gläubige erwartet.

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Bereits zwei Stunden vor Beginn der Feier hatte sich die Halle zu füllen begonnen. Unter den Teilnehmern befanden sich höchste kirchliche Würdenträger sowie Polit-Prominenz.

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So war neben Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) auch dessen Amtskollege Hermann Schützenhöfer (ÖVP) aus Glettlers steirischer Heimat gekommen.

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15.04 Uhr: Als Abschluss stimmen die Mitfeiernden das Lied "Maria, breit' den Mantel aus" an. Im Anschluss lädt der Bischof zur Agape. Der heutige Weihetag wird beendet mit einer abendlichen Vesper im Dom in der Innenstadt von Innsbruck.

14.52 Uhr: Bischof Hermann Glettler bedankt sich - bei Gott, der ihn "energisch und zärtlich auf meinem Lebensweg geführt hat." Später geht sein Dank an seine Eltern und alle Menschen, die ein Stück des Weges gemeinsam mit ihm gegangen sind, Priester, die im ein Vorbild waren, und an die spirituelle Gemeinschaft Emanuel. Kinder und Jugendliche ruft Glettler dann auf, "Lärm in der Kirche" zu machen und sich in der Welt einzumischen. Und an die Erwachsenen gerichtet: "Wir dürfen niemanden ausschließen." Und über Tirol: "Seit 1796 ist das Land dem Herzen Jesu geweiht. Diese traditionelle Frömmigkeit hat das Potential für eine neue Vitalität. Dazu müssen die Kruste des Kitsches und die Kruste einer übertriebenen nationalen Aufladung entfernt werden."

14.45 Uhr: Der steirische Landeschef Hermann Schützenhöfer ergreift das Wort - und sorgt mit seiner Rede für Schmunzeln: "Unsere Steirer helfen als Bischöfe in Salzburg und Innsbruck aus und helfen mit, damit die Menschen auf den rechten Weg bleiben." Um später über den neuen Tiroler Oberhirten zu sagen: "Er hat Mut zur radikalen Offenheit."

14.28 Uhr: Landeshauptmann Günther Platter begrüßt den neuen Oberhirten: "Lieber Bischof Hermann, ich heiße Dich in Tirol auf das Herzlichste willkommen." Und über die Tiroler: "Wir sind nicht stur, wir sind bestimmt. Nachdem man mit uns gesprochen hat, kennt man sich aus." Als Geschenk gibt es einen Rucksack - unter anderem mit einem Seil, um "immer gemeinsam an einem Strang zu ziehen". Im Anschluss tritt die Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer ans Rednerpult.

14.16 Uhr: Nuntius Stephan Zurbriggen tritt als erster Redner auf. "Ich frage mich auch, warum die Bestellung so lange gedauert hat" - damit nimmt er Bezug auf die zweijährige Wartezeit auf den neuen Tiroler Bischof. Und weiter: "Gottes Mühlen mahlen langsam, die des Vatikan noch langsamer und anders."

14.15 Uhr: Mit dem Segen endet die eigentliche Bischofsweihe: "Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes".

14.10 Uhr: Bischof Hermann Glettler stimmt das Te deum an, das "Großer Gott, wir loben Dich" und segnet die Gläubigen.

13.50 Uhr: 70 Frauen und Männer teilen die Kommunion an die 8000 Mitfeiernden aus. Im Altarraum ist die Replik eines Gemäldes von Lukas Cranach dargestellt: Es zeigt Maria mit dem Jesukind, das Original findet sich am Hochaltar des Innsbrucker Domes St. Jakob. Glettler gilt auch als Marienverehrer.

13.44 Uhr: Im Hochgebet bittet Erzbischof Christoph Schönborn dann für "Bruder Hermann, den Du zu Deinem Dienst am Volke erwählt hast." Bischof Gletter spricht mit den Gläubigen gemeinsam das Vater unser: "Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden." Zum Friedensgruß wendet sich Glettler auch Vertretern anderer Kirchen und Religionsgemeinschaften zu, darunter jenen der evangelischen und koptischen Kirche sowie der israelitischen Kultusgemeinde.

13.25 Uhr: Bischof Hermann Glettler hat nun auch die Leitung der Liturgie übernommen: Er spricht gemeinsam mit den Gläubigen das Glaubensbekenntnis. Ein afrikanischer Chor tritt zu Beginn der Gabenbereitung auf. Mitarbeiter der Caritas bringen Brot und Rosen zum Altar - in Erinnerung an die heilige Elisabeth, der Patronin der Caritas. Hermann Glettler hat einen besonderen Bezug zum Hilfswerk der katholischen Kirche: Während seiner Zeit in der Pfarre Graz-St. Andrä nahm er sich auch besonders der Armen an. Von September 2016 bis zum heutigen Tag war er Bischofsvikar für Caritas und Evangelisation in der Diözese Graz-Seckau.

Brot und Rosen zur Gabenbereitung
Brot und Rosen zur Gabenbereitung Foto © Diözese Innsbruck

13.17 Uhr: Die Bischofsinsignien werden überreicht: Der Ring als Zeichen der Treue, die Mitra als Zeichen des Amts und den Hirtenstab. In der Folge nimmt er auf der Kathedra Platz und übernimmt damit auch offiziell das Amt des Oberhirten der Diözese Innsbruck. Applaus brandet auf. Die Gläubigen freuen sich, die anderen Bischofskollegen, Mitarbeiter der Diözese und Weggefährten beglückwünschen Hermann Glettler und geben ihn Gottes Segen mit auf den Weg. Der 52-Jährige ist der fünfte Bischof der Diözese Innsbruck, einer Diözese die erst nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurde. Ihr gehören rund 300.000 Gläubige an. Der östliche Teil des Bundeslandes gehört zur Erzdiözese Salzburg.

13.10 Uhr: Erzbischof Lackner spricht das Weihegebet und hält das Evangeliar über den Kopf Hermann Glettlers - es ist Symbol dafür, dass das Evangelium für einen Bischof die Leitlinie seines Handelns sein soll. Bischofsstab und Brustkreuz stammen aus dem Bestand der Diözese Innsbruck und wurden von Gustav Troger, einem Grazer Künstler und Freund Hermann Glettlers, neu gestaltet.

13.00 Uhr: Erzbischof Franz Lackner legt dem Weihekandidaten die Hände als Zeichen des Segens auf. Lackner steht als Erzbischof der Kirchenprovinz Salzburg vor, zu der auch die Diözese Innsbruck (ebenso wie die Diözesen Gurk-Klagenfurt und Graz-Seckau) gehört. Auch alle anderen anwesenden Bischöfe und Weihbischöfe segnen den neuen Oberhirten - unter anderem Wilhelm Krautwaschl (Graz), Erzbischof Schönborn (Wien) und Nuntius Stephan Zurbriggen, der Botschafter des Vatikans in Österreich.

Bischof Wilhelm Krautwaschl legt Hermann Glettler die Hände auf
Bischof Wilhelm Krautwaschl legt Hermann Glettler die Hände auf Foto © Diözese Innsbruck

12.50 Uhr: Der Weiheakt beginnt: Zuerst erklärt Hermann Glettler, mit Gottes Hilfe die Aufgabe übernehmen zu wollen. Zur Allerheiligenlitanei legt sich der Weihekandidat dann auf den Boden.

Hermann Glettler während der Allerheiligenlitanei
Hermann Glettler während der Allerheiligenlitanei Foto © Diözese Innsbruck

12.35 Uhr: Bischof Manfred Scheuer, Glettlers Vorgänger in Innsbruck, benennt in seiner Predigt die Aufgaben eines Bischofs: Baumeister der Kirche, Beschützer der Gemeinschaft, Lehrer und Verkünder, Hirte und Kundschafter. Sein Wunsch für den neuen Oberhirten: "Du wirst mit Freude aufgenommen und mögest Du mit Freude beginnen."

Bischof Manfred Scheuer hält die Predigt
Bischof Manfred Scheuer hält die Predigt Foto © Diözese Innsbruck

12.20 Uhr: Die Ernennungsurkunde wird vorgelesen: Papst Franziskus ernannte Hermann Glettler mit folgenden Worten zum neuen Bischof der Diözese Innsbruck (Auszug): "Ich weiß um deinen Einsatz für die Armen und Notleidenden, für die Seelsorge sowie für die Neuevangelisierung. Ich weiß um deine geistliche Lebensführung wie auch um deine umfassende theologische wie auch allgemein menschliche Bildung. Auf dich fällt mein Blick und dich erachte ich als den Geeigneten für das Amt des Vorstehers dieser Diözese."

Das Ernennungsdekret des Papstes wird vorgelesen
Das Ernennungsdekret des Papstes wird vorgelesen Foto © Diözese Innsbruck

12.15 Uhr: Erzbischof Franz Lackner begrüßt die Mitfeiernden. Unter anderem Jakob Bürgler - er hat die Diözese Innsbruck zwei Jahre lang als Diözesanadministrator geführt, bevor im Herbst Rom Hermann Glettler zum neuen Bischof ernannte. Das Eingangslied im Anschluss ist Programm des neuen Tiroler Bischofs: "Wer glaubt, ist nie allein". Hermann Glettler hat sich gewünscht, dass jeder an der Bischofsweihe teilnehmen kann. Darum wich man auch vom deutlich kleineren Dom in die Olympiahalle aus.

Mit Eltern und Taufpatin
Mit Eltern und Taufpatin Foto © Diözese Innsbruck

12.00 Uhr: Nachdem Alphornbläser auf die feierliche Messe eingestimmt haben, beginnt die Bischofsweihe in der Olympiahalle Innsbruck. Zu Beginn segnen seine Eltern Maria und Hermann und seine Taufpatin Martina Mack den Weihekandidaten mit dem Zeichen des Kreuzes. Der künftige Oberhirte von Tiroler wurde von Heinz Schramm, dem ältesten Priester der Diözese Innsbruck und  Pierre Martin von der Gemeinschaft Emanuel in die Halle begleitet. Der Gottesdienst wird zelebriert von Franz Lackner, Erzbischof von Salzburg, von Wilhelm Krautwaschl und Manfred Scheuer, die Bischöfe von Graz und Linz (ehemals Innsbruck).

Alphornbläser bei der Einstimmung
Alphornbläser bei der Einstimmung Foto © Diözese Innsbruck

Der Einzug
Der Einzug Foto © Diözese Innsbruck

Großes Fest

Es ist eine Premiere: Hermann Glettler wird heute in der Innsbrucker Olympiahalle zum neuen Tiroler Bischof geweiht - und nicht wie üblich im Dom. Fürchteten doch die Organisatoren, dass die eigentliche Bischofskirche zu klein für das große Fest wird: Bis zu 8000 Menschen werden heute erwartet. Groß wird auch das Medienaufgebot sein.
Rund 100 Journalisten von TV-, Radio-, Print- und Online-Medien
waren bis Freitag akkreditiert.

Auch viele Steirer haben sich auf den Weg gemacht, um den 52-Jährigen auf seinem Weg ins Bischofsamt zu begleiten – aus seiner ehemaligen Pfarre St. Andrä, aus seiner Heimatpfarre Übelbach, Mitarbeiter der Diözese und der Caritas – Glettler war als Bischofsvikar zuständig für Evangelisation und Caritas in der Steiermark.

Die Weihe spenden Erzbischof Franz Lackner (Salzburg), Bischof Manfred Scheuer (Linz) und Bischof Wilhelm Krautwaschl (Graz-Seckau). An der Feier selbst werden insgesamt 1000 Personen mitwirken, darunter 30 Bischöfe aus dem In- und Ausland. Obwohl die Bischofsweihe ein Großereignis ist, ist man um eine schlichte Feier bemüht.
ORF III überträgt die Bischofsweihe live von 12 bis 15 Uhr.

 

Vorbereitungen zur Bischofsweihe

Zwischen 22 Uhr und 8 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

max13
4
1
Lesenswert?

Die Feier war gut.

Wie immer ist der Schützenhöfer aus der Rolle gefallen.
Dabei war seine Rede überraschend gut.
Aber aufhören kann er halt nicht.
Der neue Bischof musste ihn von der Bühne vertreiben.

Antworten

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