InnervillgratenWenn Handwerk und Emotion harmonieren

Wohntrends kommen und gehen: Die Tischlerei Lanser gibt es seit 140 Jahren. Das Erfolgsprodukt ist die Tiroler Stube.

Heinrich Lanser mit seinen Söhnen Roland (links) und Arnold © KK/Lugger
 

In der fünften Generation führen die Brüder Roland und Arnold Lanser das Traditionsunternehmen. Seit der Gründung im Jahr 1877 durch Georg Lanser wurde in den 140 Betriebsjahren bis heute ein Firmengelände von 6000 Quadratmetern aufgebaut. Eine moderne Tischlerei ersetzt aber das Handwerk nicht. Deshalb sind heute noch mehr Hände als Maschinen im Familienunternehmen beschäftigt. So werden bestimmte Oberflächen und Holzverbindungen heute noch wie damals von Hand getischlert.

Einen wichtigen Schritt in die Zukunft setzte Seniorchef Heinrich Lanser 2006 mit dem Bau einer Ausstellung an der Grenze zu Südtirol in Sillian. Als einzige Tischler-Ausstellung Osttirols sollte sie die Arbeitsplätze in Innervillgraten sichern und neue Kunden ansprechen: Es hat sich bezahlt gemacht – 80 Prozent der Aufträge kommen heute aus Südtirol. Das ist zugleich die Exportquote. Im Vorjahr wurde eine weitere Ausstellung in Lienz eröffnet. Die Marke Lanser wirkt zwar jung – doch das Hauptgeschäft der Tischlerei ist ein ursprüngliches. Man hat sich auf die Tiroler Stube spezialisiert – auf den Bau und die Restauration.

Die Tiroler Stube Foto © KK/Lugger
Obwohl sich in der Tischlerei seit 1877 viel getan hat; die Pustertaler Stube wird seit Generationen in Handarbeit gefertigt. Für die Lanser-Brüder ist eine Stube mehr als Einrichtung – vor allem wenn es darum geht, eine alte Stube zu restaurieren. „Es gilt, die familiären Traditionen zu bewahren. Für viele Generationen einer Familie hängen Erinnerungen in diesem Raum“, sagt Lanser. Das Konzept: traditionelles Handwerk mit neuen Wohnkonzepten verbinden. Der Erfolg gibt den Lanser-Brüdern und ihren Tischlern recht.

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