Natura 2000

Förderprogramm: Noch heuer fließen 500.000 Euro

Clemens Holzer aus Matrei ist erster Ansprechpartner für Förderwerber - er wurde heute vorgestellt. Gremium sortiert Projekte aus, Landesregierung fällt endgültige Entscheidung.

Clemens Holzer, Michael Hohenwarter, Olga Reisner und Dietmar Ruggenthaler: Eine Zweckgemeinschaft © Michael Egger
 

Zehn Millionen Euro pumpt die Tiroler Landesregierung in den kommenden zehn Jahren via "Regionalwirtschaftliches Programm" in die Iselregion. Das finanzielle Ausgleichsprogramm für Natura 2000 läuft bereits. Ende Mai hat die Regierung rund um Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) beschlossen, dass für das Jahr 2016 noch eine halbe Million Euro fließen wird.

"Das Programm ist in der Region für die Region erarbeitet worden", erklärte Bezirkshauptfrau Olga Reisner in einer Pressekonferenz. Jetzt soll das Programm, an dem zwei Nordtiroler wesentlich mitgearbeitet haben, umgesetzt werden. Ansprechpartner für Projektwerber ist Clemens Holzer. Der gebürtige Matreier (32) studierte in Innsbruck Geografie und sagt: "Als heimatverbundener Osttiroler liegt mir natürlich nichts mehr am Herzen, als eine optimale Entwicklung für das Iseltal."

Über 30 Bewerber wollten seinen Job. Clemens Holzer sitzt im Büro des Regionalmanagements Osttirol Foto © Michael Egger
Bei einem international agierendem Unternehmen hat er unter anderem an Projekten mitgewirkt, die von der Europäischen Raumfahrtagentur finanziert wurden. Für seinen neuen Job musste er unter anderem einen Test schreiben und ein Hearing absolvieren - schließlich wollten laut RMO-Obmann Dietmar Ruggenthaler - über 30 Menschen diese Stelle.

Über 30 Personen haben sich gemeldet. 

Dietmar Ruggenthaler

Reisner hofft auf Kreativität

Jetzt heißt es Isel statt Weltraum. "Daseinsvorsorge", "Wettbewerbsfähigkeit und Innovation von Unternehmen" und "Destinationsentwicklung" heißen die Kategorien, aus denen Projekte gefördert werden. Außerdem gibt laut RMO-Geschäftsführer Michael Hohenwarter einen "Joker"-Topf für besonders starke Projekte. Offenbar will man aber auch Privatzimmervermieter ansprechen. Welche Projekte förderwürdig sind und welche nicht, wollte man nicht konkret sagen. "Es hängt von der Kreativität der Region ab", gibt sich Reisner aber erwartungsvoll.

Regierung hat das letzte Wort

Und wer entscheidet, welche Projekte schlussendlich gefördert werden? Nachdem Holzer vorselektiert hat, ist ein sechsköpfiges Gremium an der Reihe, das der Landesregierung Vorschläge auf den Tisch legt. Olga Reisner ist die Vorsitzende, zwei Landesbeamten, ein Vertreter des Tourismusverbandes Osttirol und zwei Vertreter der Iselregion (Andreas Köll und Karl Poppeller) werden in regelmäßigen Abständen beraten - die ersten Sitzung findet bereits am Montag, 3. Oktober, statt. Bei Stimmengleichheit entscheidet Reisner.

Daten und Fakten

Finanzieller Rahmen. Zehn Millionen Euro auf zehn Jahre. Sechs Prozent davon verschlingt das Management.

Fördersätze. Bis 20 Prozent für KMUs, bis ca. 50 Prozent für nicht betriebliche Projekte.

Regionale Abgrenzung. Planungsverband 34 plus die Gemeinden Ainet, Schlaiten, Oberlienz.

Für diese erste Sitzung sind bereits Projekte in Begutachtung, laut derzeitigem Stand könnten es zehn Projekte auf die Tagesordnung schaffen. Allerdings können förderwürdige Projekte auch mit anderen Förderschienen kombiniert werden, etwa mit LEADER oder INTERREG. Ob ein Projekt aus dem "Regionalwirtschaftlichen Programm" gefördert wird oder nicht, entscheidet in letzter Distanz aber die schwarz-grüne Landesregierung.

Kommentare (1)

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Opfetai
1
1
Lesenswert?

Köll aufgepasst !!

Es gibt Geld ohne Ende !! :-))

Antworten

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