Nikolsdorf

Steht der Flugplatz vor der Schließung?

Die Frist zur Sanierung des bestehenden Flugplatzes Nikolsdorf läuft heuer aus. Es gibt weder Anzeichen noch Geld für Erfüllung von Auflagen.

Vieles deutet darauf hin, dass die Tage des bestehenden Flugplatzes in Nikolsdorf gezählt sein könnten © KLZ
 

Die finanziellen Turbulenzen sind ein Kapitel, mit dem sich die Betreibergesellschaft des Flugplatzes Nikolsdorf auseinanderzusetzen hat.

Die Gesellschaft bestehend aus den Talbodengemeinden, Tourismusverband, Flugvereinen und Firmen, ist de facto insolvent. Mit Müh und Not schwindelt man sich drüber, um nicht Konkurs anmelden zu müssen

Und das tiefe Loch in der Kassa wirft Fragen auf. Der Platz muss bis 31. Dezember 2016 saniert sein. Nach Abschluss des ersten Bauabschnittes – Verbreitern der Piste auf 18 Meter und der Rollwege auf 7,5 Meter im Juli 2013 – ist eine weitere behördliche Auflage zu erfüllen. Durch das Verbreitern entstandene Fugen sind mit Vlies und einer Asphaltdecke zu schließen. Für diesen Abschnitt gab es bisher zwei Fristerstreckungen durch die Bezirkshauptmannschaft Lienz: Einmal per Ende Mai 2015 und ein weiteres Mal per Jahresende 2016. Einen Antrag auf eine weitere Erstreckung gibt es derzeit nicht.

Kuenz antwortet kryptisch

Was es noch nicht gibt? Einen neuen Pachtvertrag – der jetzige läuft ebenfalls am 31. Dezember 2016 aus. Es gibt kein Geld und keine Anzeichen für die Sanierung, die 440.000 Euro kostet. Auch das Weiterführungskonzept von Wolfgang Steiner, dem Geschäftsführer der Gesellschaft, findet kein Gehör.
„Mein Plan ist, dass die Sanierung erfolgt, eine Gastronomieeinrichtung den Platz bereichert, ein Pachtvertrag auf 30 Jahre abgeschlossen wird“, sagt Steiner. Vieles deutet somit darauf hin, dass tatsächlich an einem Flugplatz mit neuem Standort (Landesforstgarten Nikolsdorf) geplant wird.

Der Osttiroler Landtagsabgeordnete Hermann Kuenz dementiert das nicht. Er sagt kryptisch: „Über ungelegte Eier gackere ich ungerne. Wir arbeiten daran, damit eine gute Fluganbindung Osttirols zustande kommt, ob für den alten oder einen neuen Flugplatz, ist dabei nicht wichtig.“

Zwischen 22 Uhr und 8 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

gsauer
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Da kann ich nur sagen

Osttiroler Bauerpolitik für einen bestehenden Flugplatz kein Geld,und darüber nachdenken wo kann man einen neuen bauen

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gratej
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Formulierung

Schwindeln oder Konkursverschleppung?

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Dolomiten..
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Neubau???

Ist nicht der ganze Talboden als Luftsanierungsgebiet klassifiziert? Dort kann ja ein Neubau niemals durchgehen! Vielleicht sollte man doch eher beim alten Platz bleiben, was sagen Sie dazu, Herr Kuenz?

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natur pur
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Totengräber

Kuenz und Mair werden jedenfalls die Totengräber EINES FLUGPLATZES in Osttirol sein, egal wo und unabhängig davon, ob sie vordenken oder weiterhin nicht nachdenken!

Die Ausgliederung vom TVB war schon ein Riesenfehler, denn Theurl hatte die - aus Sicherheitsgründen eigentlich unaufschiebbare Landebahnsanierung - im Herbst 2014 schon auf Schiene und damals auch eine gesicherte Finanzierung für die 440.000 EURO.

Dann wurden die beiden Dölsacher Helden tätig und jetzt schwimmt alles den Bach runter: Grundeigentümer Astner wurde durch medialen Druck vergrämt, anstatt mit ihm seriös und diskret zu verhandeln. Für eine Sanierung ist jetzt kein Geld mehr da und undenkbar, dass diese Sicherheitsauflage noch einmal befristet verlängert wird, seit 2010(?) übrigens schon das vierte Mal, oder?
Dass eine Behörde überhaupt dieses Risiko auf sich nimmt, ist schon erstaunlich.

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natur pur
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Totengräber

Damit ist der alte Flugplatz Ende 2016 endgültig Geschichte! Und dann wird ein ganz neues, tolles „Valtiner-Projekt“ kommen und mit Pauken und Trompeten - rechtzeitig vor der nächsten Landtagswahl - als Placebo auf Landesgrund, vom Obervordenker präsentiert werden: Dann ist eine UVP zu machen und einfach undenkbar, dass eine solche - in heutigen Zeiten für den NEUBAU EINES FLUGPLATZES, mitten im Lienzer Talboden - noch durchgeht.
Da wird es nämlich österreichweit hunderte Einsprüche geben und das Verfahren mindestens 3-4 Jahre dauern...

Nur der ÖAMTC wird am alten Flugplatz bleiben und die Hauptsache ist, man kommt wieder einmal über die nächsten Landtagswahlen! So schauts wirklich aus, Herr Kuenz...

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Pflanzerl
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Luftschlösser

Und genau was soll bei einem neuen Flugplatz besser sein?
Über Nacht (bzw. über den Winter) kommt der sowieso nicht. Selbst wenn sich alle einig wären - allein die UVP dauert länger. Also gäbe es entweder nächstes Jahr keinen Flugplatz oder der Pachtvertrag für den alten wird verlängert.
Da ist der Verpächter Astner (selbst Teilhaber der Betriebs-GmbH) sicher nicht sehr kooperativ...
Aber wer soll einen Flugplatz neu eigentlich bezahlen? Geld scheint ja keines vorhanden zu sein, und ob z.B. das Land hier großartig fördern würde sei dahingestellt.
Ausserdem würden die Probleme schlichtweg mitwandern.
Die Pachtsituation wäre vielleicht (??) etwas besser, aber am mangelnden Verkehr würde sich kaum etwas ändern.
Auch ein neuer Flugplatz wäre ein reiner Schönwetterplatz, ein täglicher Flugbetrieb und die "linienmäßige" Anbindung von Lienz an andere Flughäfen technisch nicht möglich.
Tatsächlichen Bedarf dafür gibt es sowieso nicht. Die Massen von golfenden Flugzeugbesitzern sind ebensowenig zu erwarten wie Horden von Business-Jets von osttiroler Firmen - nichts, was einen Flugplatz finanziell tragen könnte.
Und Blaniks "berühmt-berüchtigten" Halbstunden-Flug nach München wird es ebenso nicht geben (schon weil der Flug incl. Anflugverfahren in München wesentlich länger dauert, sollte man überhaupt einen Slot bekommen - aber diesbezügliche Fakten haben Frau Blanik noch nie gekümmert).
Mehr als einen Segelflugplatz und Hobbymotorflugplatz wird es in Lienz nie geben.

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Opfetai
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Wozu sind unsere Politiker gewählt?

Über seine "Eier" braucht Kuenz nicht zu gackern, die Gewählten sollen gefälligst handeln, dafür sind sie da!

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