Nikolsdorf

Flugplatz: Knapp an Insolvenz vorbei

Die Betreibergesellschaft für den Flugplatz Nikolsdorf pfeift finanziell aus dem letzten Loch. Die Planung für einen neuen Flugplatz soll in Auftrag gegeben sein.

Die Betreibergesellschaft für den Flugplatz Nikolsdorf ist finanziell im Tiefflug unterwegs © KLZ
 

Dramatischer als bisher zugegeben, ist die Finanzlage der heimischen Flugplatzgesellschaft. Als Geschäftsführer Wolfgang Steiner vor gut einem Monat zur einer außerordentlichen Generalversammlung rief, war Feuer am Dach.


Der Gesellschaft drohte die Zahlungsunfähigkeit. Das Damoklesschwert der Insolvenz schwebte über ihr – und jenes der möglichen fahrlässiger Krida über dem Geschäftsführer. Das Konto wies weniger als 10.000 Euro aus, was laut Insolvenzverordnung nicht zulässig ist. Den Anwesenden der Versammlung, die übrigens nicht beschlussfähig war, blieb nur, festzustellen, dass sich die Betriebs-GmbH in einer handfesten Krise befindet. Einziger Ausweg: Sofortiger Mittelzufluss. Dem Geschäftsführer gelang es daraufhin, das Ruder herumzureißen. „Es gibt für den Flugplatz bisher zwar immer noch keine Nutzungsvereinbarung mit dem Dolomiten-Aeroclub, der Gesellschafter ist. Aber ich habe von diesem Klub die offenen Beiträge für 2015 und für das erste Halbjahr 2016 eingefordert“, sagt Steiner. Das waren 12.400 Euro. Das Geld floss. Fürs erste ist man an der Insolvenz vorbeigeschrammt.

Planungsauftrag

Jetzt erwartet Steiner, dass Nägel mit Köpfen gemacht werden: „Sonst liegen wir am Ende des Jahres wieder am Boden.“ Doch der Erhalt des bestehenden Flugplatzes scheint bei den zuständigen Gesellschaftsvertretern, allen voran Dölsachs Bürgermeister Josef Mair als Obmann des Planungsverbandes Lienzer Talboden, nicht Priorität zu haben.

Dazu gibt es keine Information. 

Josef Mair
Mair soll einen Planungsauftrag für einen neuen, größeren Flugplatz an Architekt Martin Valtiner erteilt haben. Standort: Bereich Landesforstgarten Nikolsdorf. Mair zieht es vor, zu schweigen: „Dazu gibt es keine Informationen.“

Kommentare (3)

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bergbaron
1
5
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I hate to tell you, but I told you so....

Zugegebenermassen erfreut es mich zu keinem Ende, von dem Todeskampf dieser Betriebsgesellschaft an DIESER Stelle zu lesen. Einerseits hab ich ne Kiste Champagner verwettet, dass diese Selbstbedienungs-Gemeinschaft Bankrott geht, andererseits freue ich mich über die Ankündigungen der Seilschaft Mair/Valtiner, für die "Großstadt Lienz" einen neuen Flugplatz ganz einfach neben den alten Flugplatz hinzubauen, weil ich mich selbstverständlich bei der UVP einbringen werde.

Ich freu mich , dass die gleichen Schweine wieder durchs Dorf getrieben werden: Liebherr-Jets im Talboden, golfspielende Reiche die nach Lienz fliegen mit ihren Privatmaschinen (NOT!) und dem ganzen BLABLA, das dieser Architekt in den letzten Jahren mit schöner Regelmäßigkeit versprochen hat. Fakt aber ist- ALLE SEINE PHANTASTEREIEN HABEN SICH ALS FALSCH UND UNERFÜLLBAR ERWIESEN. wie zb.die Versprechungen eines halbstündigen Linienflugs nach München , oder die Enthüllungen der ECHO TIROL um diverse Machenschaften, zb um das zu große Flugzeug dessen Besitzer vom Land die Landererlaubnis entzogen werden MUSSTE. Sehr schön auch zu lesen, dass intern längst die Fetzen fliegen.

Heute ist ein guter Tag für Lienz, denn nun "fliegt" diese ganze unprofessionelle Truppe auf. Und wenn wir schon dabei sind: WO bleibt eigentlich die bescheidmäßige Herstellung Eurer Piste und wann fragt die Kleine Zeitung bei BH Reisner nach..?

Vielleicht stinkts aber auch schon nach Amtsmissbrauch? Schnaunmermal!

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Pflanzerl
1
8
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Realitätsverweigerung hilft nicht weiter

Man muss kein Prophet sein um zu ahnen, dass es diesen neuen Flugplatz nicht geben wird.
Ob man die notwendigen Zustimmungen der Grundeigentümer erhalten würde, sei dahingestellt.
Wie eine (notwendige) UVP verlaufen würde, müsste man auch sehen.
Wirtschaftlich rechnen, würde sich ein solcher Neubau ebensowenig wie sich der alte je gerechnet hat.
Für regelmäßigen, gewerbsmäßigen Flugverkehr gibt es in Lienz weder den Bedarf noch die technischen Voraussetzungen (auch an einem neuen Platz nicht).
Das sind alles Luftblasen und Luftschlösser eines unbedarften Herrn Mair und eines Architekten, der dringend Beschäftigung sucht.

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bergbaron
1
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Wie recht du hast....

Zugegebenermassen erfreut es mich zu keinem Ende, von dem Todeskampf dieser Betriebsgesellschaft an DIESER Stelle zu lesen. Einerseits hab ich ne Kiste Champagner verwettet, dass diese Selbstbedienungs-Gemeinschaft Bankrott geht, andererseits freue ich mich über die Ankündigungen der Seilschaft Mair/Valtiner, für die "Großstadt Lienz" einen neuen Flugplatz ganz einfach neben den alten Flugplatz hinzubauen, weil ich mich selbstverständlich bei der UVP einbringen werde.

Ich freu mich , dass die gleichen Schweine wieder durchs Dorf getrieben werden: Liebherr-Jets im Talboden, golfspielende Reiche die nach Lienz fliegen mit ihren Privatmaschinen (NOT!) und dem ganzen BLABLA, das dieser Architekt in den letzten Jahren mit schöner Regelmäßigkeit versprochen hat. Fakt aber ist- ALLE SEINE PHANTASTEREIEN HABEN SICH ALS FALSCH UND UNERFÜLLBAR ERWIESEN. wie zb.die Versprechungen eines halbstündigen Linienflugs nach München , oder die Enthüllungen der ECHO TIROL um diverse Machenschaften, zb um das zu große Flugzeug dessen Besitzer vom Land die Landererlaubnis entzogen werden MUSSTE. Sehr schön auch zu lesen, dass intern längst die Fetzen fliegen.

Heute ist ein guter Tag für Lienz, denn nun "fliegt" diese ganze unprofessionelle Truppe auf. Und wenn wir schon dabei sind: WO bleibt eigentlich die bescheidmäßige Herstellung Eurer Piste und wann fragt die Kleine Zeitung bei BH Reisner nach..?

Vielleicht stinkts aber auch schon nach Amtsmissbrauch? Schnaunmermal!

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