Matrei, Lienz

Landwirtschaftliche Schule ganz im Einklang mit der Natur

Der Nationalpark Hohe Tauern verlängert seine Partnerschaft mit der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Lienz. Nationalparkbudget im kommenden Jahr um 300.000 Euro höher.

Stotter, Felipe und LLA-Direktor Alfred Hanser (von links) unterzeichneten den Kooperationsvertrag © Michael Egger
 

Der Nationalpark Hohe Tauern und die Landwirtschaftliche Lehranstalt (LLA) arbeiten bereits seit drei Jahren in einem Pilotprojekt zusammen. In ihrer dreijährigen Ausbildung wird den angehenden landwirtschaftlichen Facharbeitern in sechs Schultagen der Umgang mit Naturschutz nähergebracht.
Die Mädchen und Burschen eignen sich dabei Wissen in Exkursionen, Workshops und Wanderungen an. Unter anderem lässt man auch altes bäuerliches Handwerk aufleben und baut Steinmauern und Holzzäune. „Diese Schule und der Nationalpark passen wie die Faust aufs Auge. Die Schüler tragen die Ressourcen und Schönheit des Parks hinaus“, erklärt Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne). Der Kooperationsvertrag wurde jetzt auf einen unbestimmten Zeitrahmen verlängert. „Solange es passt, werden wir zusammenarbeiten“, sagt Nationalparkdirektor Hermann Stotter. Die Kosten belaufen sich auf 15.000 Euro pro Jahr.

Mehr Fördermittel

Im Rahmen der Nationalparkkuratoriumssitzung verkündete Felipe außerdem die Aufstockung des Budgets, in Summe gibt es im kommenden Jahr 300.000 Euro mehr. „Es ist mir gelungen, dass die Mittel valorisiert werden“, berichtet Felipe, Beschluss gebe es allerdings noch keinen. Weil die Nationalparkbudgets in den letzten Jahren nicht angepasst wurden, sollen auch diese rückwirkend „wiedergutgemacht“ werden. Allerdings sieht sich Felipe für die Budget-Aufstockung nicht alleine verantwortlich: „Die Lorbeeren gehören nicht mir alleine. Ich habe auf etwas aufbauen können, was viele vor mir immer gesagt haben. Der Fokus des Nationalparks soll in Zukunft vor allem auf zwei Themenwege gelegt werden. Mit den „Wegen der Sinne“ will man in Virgen die Schönheit der Natur auf künstlerische Art darstellen. „Außerdem lassen wir in den Talbodengemeinden die Römer aufleben“, so Hermann Stotter.

Ordnung für Übungsflüge

In einem Bewirtschaftungsplan soll jetzt die Thematik der viel diskutierten Übungsflüge im Nationalparkgebiet geregelt werden. „Wenn man eine Übung macht, müssen Piloten und Retter gemeinsam üben, dass es möglichst wenig Flüge gibt“, sagt Felipe. Das Papier soll nun mit den zuständigen Organisationen ausgearbeitet werden und mit Frühjahr 2015 in Kraft treten. Gelten soll es dann bis 2022.

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