Lienz

Regeln für Pregler wurden ausgeschnapst

Lange Verhandlungen tragen nun Früchte.

© KLZ
 

15 Jahre lang gab es rund um den wohl traditionsreichsten Osttiroler Schnaps, den Pregler, immer wieder Streitereien unter den Produzenten. Grund dafür war ein Eintrag im österreichischen Lebensmittelkodex aus dem Jahr 1998, der besagt, dass nur Äpfel und Birnen für den Osttiroler Pregler verwendet und bis maximal 40 Prozent Alkoholgehalt gebrannt werden dürfen.

Lange Tradition

Diese Regelung stieß unter anderem Brennereibesitzer Rudolf Schwarzer sauer auf. Sein Betrieb rühmt sich damit, den Pregler schon seit 125 Jahren zu erzeugen. "Der Pregler entstand ganz einfach aus der seinerzeitigen Vorgehensweise beim Schnapsbrennen. Es wurden einfach alle Früchte, die in Osttirol reif wurden, gemeinsam eingemaischt und destilliert", erklärt Schwarzer. Dies seien eben nicht nur Äpfel und Birnen, sondern fallweise auch Zwetschken gewesen.

Darüber hinaus brennt Schwarzer seinen Pregler auf genau 48 Prozent Alkoholgehalt. Diese ab dem Jahr 1998 als Verstoß gegen die Bestimmungen gewertete Herstellungsart brachte Schwarzer auch schon eine Klage samt Strafzahlung ein.

Zwetschke mischt mit

Lange Nachforschungen der sogenannten "Kodex-Kommission" in Wien trugen nun Früchte. Laut dem "Alimentarius Austriacus", dem österreichischen Lebensmittelbuch, dürfen nun Zwetschken für den Pregler verwendet werden, wenn der Betrieb den Edelbrand traditionell so produziert hat - wie es bei Schwarzer der Fall ist. Auch der Alkoholgehalt wurde mit 40 Prozent oder mehr festgelegt.

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