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Borkenkäfer in Osttirol unter Kontrolle

Durch gute Zusammenarbeit zwischen Waldbesitzern, Waldaufsehern und dem Bezirksforstamt hat der Schädling in Osttirol kaum Chancen. Die Voraussetzung: Das Wetter spielt mit.

© KK/BFI-Gollmitzer
 

Kaum so groß wie ein Zündholzköpfchen ist der winzige Schädling, der zwar nicht in seiner Größe und Statur furchterregend ist, aber durch die Zahl seiner Nachkommen großen Schaden anrichten kann. Während in Kärnten 2011 der Schaden um sich griff, verzeichneten die Osttiroler Wälder nur wenige Nester. Bezirksforstinspektor Hubert Sint ist froh, dass es bisher in Osttirol noch keine große Plage gegeben hat. 2010 war ein starkes Jahr, es sind ungefähr 17000 Festmeter Schadholz in Osttirol angefallen. Durch den kühlen Sommer wurde 2011 dem kleinen Schädling zugesetzt. Der sogenannte "Buchdrucker" ist benannt nach dem Muster, das seine Legegänge unter der Baumrinde zeichnen. Diese sehen aus wie ein offenes Buch. Bevorzugt werden Fichten befallen, Laubbäume sind kaum betroffen.

Schnell reagieren

"Ein hervorragender natürlicher Feind des Borkenkäfers ist ein rascher Temperaturwechsel im Frühjahr, denn dadurch erfährt der Schädling eine natürliche Auslese. Ist die Witterung hingegen warm, dann können bis zu drei Generationen überleben und die Population wächst exponentiell an", weiß Hubert Sint. Die Klimaerwärmung führt daher dazu, dass die Gefahr ansteigt.

Wichtig ist, schnell zu reagieren. Man schlägt die Bäume, entfernt die Stämme und entrindet dann das Holz nach der Maßnahme. Beratung und Unterstützung erhalten die Waldbesitzer im Bezirksforstamt und von den Waldaufsehern. Je länger man wartet, desto zahlreicher werden die Parasiten. So können aus 200 Käfern zwischen März und September 3,2 Millionen werden. Der letzte Winter war trocken, was die Bäume schwächt. Auswirkungen für 2012 müssen jetzt erfasst und bearbeitet werden. Vor einer Plage ist Osttirol nicht gefeit.

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