Bezirks- und Gemeindesuche
Dörfler muss Raggers Fehler ausbügeln
Landeschef Gerhard Dörfler will vermitteln, der SPÖ-Klubchef Reinhart Rohr die Bürgermeister ehren und das BZÖ Unterschriften sammeln.

Foto © APA/HochmuthErhöhung ist für BZÖler Dolinschek zu gering
Zum zweiten Mal geht Landeshauptmann Gerhard Dörfler daran, einen schweren Fehler seines FPK-Parteifreundes Sozialreferent Christian Ragger zu korrigieren. Anfang Jänner sorgte Dörfler dafür, dass NS-Opfer die von Ragger gestrichene Weihnachtszuwendung weiterhin erhalten. Am Freitag stattete Dörfler der Gutenbergschule in Klagenfurt einen Besuch ab und führte Gespräche mit den Verantwortlichen und Elternvertretern. An der Schule für Schwerstbehinderte (SfS) und der anschließenden Betreuungseinrichtung bfz (Sozialpädagogisches Zentrum) herrscht seit Wochen Verunsicherung. Ragger hatte die von der Regierung beschlossene Sanierung gestoppt, weil die Betreuung beeinträchtigter Kinder künftig wohnortnahe erfolgen soll. Statt die Neuausrichtung ordentlich zu kommunizieren, hatte der Sozialreferent den fatalen Eindruck des Drüberfahrens über die Betroffenen vermittelt. Dörfler machte zwar keine Zugeständnisse, immerhin aber eine bessere Stimmung.
Die Auszeichnung von Landeshauptmann Dörfler mit einem hohen Bundesorden hat SPÖ-Klubchef Reinhart Rohr auf den Plan gerufen. Er wird bei der nächsten Landtagssitzung beantragen, alle an der Ortstafel-Lösung beteiligten Bürgermeister mit einer sichtbaren Landesauszeichnung zu ehren. Dass "Dörfler mit Hofstaat" - einer Reihe hochrangiger Landesbeamter - nach Wien reiste, sieht Rohr kritisch. Der Einzige, der für die Ortstafel-Lösung etwas geleistet habe, sei Gerold Glantschnig, Leiter der Verfassungsabteilung. Andere, wie Albert Kreiner, hätten Dörfler früher "nur beraten, wie er Ortstafeln in den rechtsfreien Raum tragen und seine Spielchen gegen die Verfassungsentscheidungen machen konnte".
Die einzige negative Stimme zu den Gehaltsabschlüssen für die Landesbediensteten kommt vom geschäftsführenden BZÖ-Obmann Sigisbert Dolinschek. Er spricht von einem "Schlag ins Gesicht für alle Mitarbeiter" und einem "Reallohnverlust, wie es ihn noch nie gegeben hat". Der BZÖ-Betriebsrat am Klinikum Klagenfurt, Clemens Costisella, hat eine Unterschriftenaktion gestartet, mit der Neuverhandlungen gefordert werden.













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