Bezirks- und Gemeindesuche
Dörfler: "Negatives Ergebnis wird's nicht geben"
Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) ortet Freude im Land über die Ortstafellösung und begründet damit seine Sicherheit, dass die Ortstafel-Briefbefragung ein Positivresultat bringt.

Foto © Eggenberger
Wenn heute beim Gros der Kärntner Wahlberechtigten die Stimmzettel für die Ortstafel-Briefbefragung eintreffen: Was empfehlen Sie?
GERHARD DÖRFLER:Ich empfehle allen, die Ortstafellösung mit Ja zu unterstützen. Es ist wichtig, dass dieser jahrzehntelange Streit in Partnerschaft von Politik und Bürgern gelöst wird. Ich bitte darum, dass die spürbare Freude im Land über die Ortstafellösung mit dem Ja mitgetragen wird.
Zur Freude mischt sich vielfach Ärger über diese Befragung, weil sie rechtlich keine Relevanz hat und durch das alleinige Tragen durch die FPK den parteipolitischen Anstrich hat.
DÖRFLER: Das ist keine parteipolitische Aktion. Wir haben immer gesagt, dass wir nach der politischen Lösung die Zustimmung der Menschen haben wollen.
Faktum ist, die anderen Parteien bewerten diese Befragung als Politikum und als sinnlos.
DÖRFLER: Faktum ist auch, dass Loijze Wieser das für eine positive Meinungsumfrage hält. Staatssekretär Ostermayer hat in einem Interview gesagt, dass er dafür positiv Stimmung machen will.
Im Personenkomitee für die Befragung ist Ostermayer aber nicht.
DÖRFLER: Es ist aber ein Bürgermeister aus jeder Partei dabei, auch Franz Josef Smrtnik aus Eisenkappel. Man sieht, dass die Bürgermeister näher bei den Menschen sind als ihre Parteichefs.
Können Sie versprechen, dass ein Positivergebnis bei der Befragung nicht parteipolitisch von der FPK vereinnahmt wird?
DÖRFLER: Der Erfolg des Lösungspaketes hat damit zu tun, dass ich als Landeshauptmann und Staatssekretär Ostermayer (SPÖ) uneitel, in großem gegenseitigen Vertrauen und nicht als Parteipolitiker agiert haben. Dass meine Partei FPK wohl den größten Beitrag geleistet hat, weil sie sich für die Lösung am meisten bewegt hat, ist klar. Wir haben die Brücke gebaut, auf der man sich treffen konnte. Genauso hat die SPÖ mit den Bürgermeistern einen schwierigen Teil geschafft, auch die ÖVP hat zugestimmt.
Fühlen Sie sich in der Verantwortung, sollte es ein Negativergebnis geben?
DÖRFLER: Ich fühle mich immer in Verantwortung. Es wird aber kein Negativergebnis geben.
Wenn doch, wie sollte es dann weiter gehen?
DÖRFLER: Es wird in Kärnten ein Positivergebnis geben und danach wird das Parlament in Wien das Gesetz beschließen.
Ihr FPK-Chef Uwe Scheuch hat allerdings bereits deponiert, erst wenn die Kärntner mehrheitlich bei der Befragung für die Ortstafellösung sind, wird das Gesetz im Parlament beschlossen.
DÖRFLER: Das "Wenn" wird kein Thema, weil die Menschen für die Lösung sind.
Spielen wir dennoch die Nein-Variante durch: Würde die FPÖ im Parlament dem Gesetz dann zustimmen?
DÖRFLER: Diese Frage stellt sich mir nicht.










