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Ostsermayer: "Inzko war dann Verantwortung klar"
Josef Ostermayer im Gespräch mit Adolf Winkler.

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Ihre Gefühle nach der endlich erreichten Einigung im Kärntner Ortstafel-Konflikt?
JOSEF OSTERMAYER: Ich gebe zu, dass ich sehr glücklich bin, dass es geschafft ist.
Was gab den Ausschlag für den endgültigen Durchbruch?
OSTERMAYER: Die Eckpunkte haben wir eigentlich schon am 1. April geschafft. Dann gab es noch einmal kurze Nachbeben, bis hin zu einem Konflikt in Slowenien. Wir haben seither täglich miteinander telefoniert. Es war dann auch Valentin Inzko klar, dass man irgendwann auch Verantwortung tragen muss. Am Ende siegte die Vernunft.
Sie wollten keine Abstimmung über das Ortstafel-Paket, jetzt gibt es aber trotzdem eine Volksbefragung darüber.
OSTERMAYER: Die Volksbefragung war ein Punkt, an dem ich das gesamte Einigungspaket nicht hätte scheitern lassen wollen. Es war ein Kompromiss, den Landeshauptmann Gerhard Dörfler in seiner Partei gebraucht hat.
Mit welchem Blick sind Sie an Kärnten herangegangen?
OSTERMAYER: Ich komme aus dem Burgenland direkt neben der ungarischen Grenze, wo zweisprachige deutsch-kroatische Ortstafeln stehen. Außerhalb von Kärnten wird oft gefragt, wo hier das Problem ist. Ich setzte mich mit der Geschichte auseinander. Es hat katastrophale Situationen auf beiden Seiten gegeben. Die Traumata wirken manchmal lange nach. Deshalb muss man entsprechend behutsam umgehen.
Wie legten Sie Ihre Mediator-Rolle an, dass Sie Erfolg hatten?
OSTERMAYER: Ich kam nicht hierher, um zu sagen, es muss diese oder jene Lösung sein. Mein Ziel war, durch viele Gespräche Pole näherzubringen und Verständnis zu wecken. Begünstigend war, dass die Zeit reif war. Landeshauptmann Dörfler und SPÖ-Chef Kaiser waren sehr unterstützend.
INTERVIEW: ADOLF WINKLER












