Bezirks- und Gemeindesuche
Dörfler: "Es war spontane Idee"
Der Landeshauptmann über seinen Vorstoß zur Ortstafellösung, die Empörung von Parteichef Scheuch und Meinungen von "Hinz und Kunz".

Foto © APA
Die Sache ist für Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) bereits wieder gegessen. In der Vorwoche hat er mit seinem Vorstoß, die Ortstafelfrage in den betroffenen Gemeinden per Bürgerbefragung zu lösen, für einen Knaller gesorgt. Auch bei seinem Parteichef Uwe Scheuch, der davon nichts wissen will und Dörfler in die Schranken wies: "Der Vorschlag ist nicht Parteimeinung."
Stolz auf "spontane Ideen"
Er sei "immer offen für Neues" und bekannt "für meine spontanen Ideen" replizierte Dörfler gestern. Weil die Reaktionen, auch jene vom neuen Rat-Obmann Valentin Inzko, ablehnend waren, müsse man weiter nachdenken. Die Frage, wer jetzt in der Partei das Sagen habe, ließ Dörfler nach der Scheuch-Schelte unbeantwortet: "Bei uns sind verschiedene Zugänge möglich. Da wird nicht jede Aussage durch fünf Beschlüsse abgesegnet."
Dörfler war zuletzt in Wien bei einem Ortstafel-Gespräch mit Staatssekretär Josef Ostermayer, der in der Causa im Auftrag von Kanzler Werner Faymann tätig ist. An dessen Vorgabe, eine Ortstafellösung bis zum Jahr 2012 zu finden, hängt sich Dörfler an. Vor diesem Hintergrund kritisiert er den jüngsten Appell von Agrarminister Nikolaus Berlakovich, er ist Burgenland-Kroate, die Frage binnen eines Jahres zu lösen. "Ich verwehre mich, dass Hinz und Kunz sich zu den Ortstafeln melden und Druck machen." Als nächstes würde nun festgelegt, wer im Ortstafel-Verhandlungsteam sitzt, so Dörfler. Die vom Verfassungsgerichtshof als falsch beanstandeten zweisprachigen Ortstafel in Bleiburg/Pliberk werden in den nächsten Tagen erneuert. ANDREA BERGMANN













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