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Zuletzt aktualisiert: 24.06.2010 um 07:53 UhrKommentare

Zwei Stimmzettel beim Parteitag

Die ÖVP lehnt die Forderung von Klaus Auer nach einem gemeinsamen Zettel mit beiden Kandidatennamen ab. Sein Wunsch nach geheimer Abstimmung und einer Präsentation der Kandidaten kann ihm laut Parteistatuten aber erfüllt werden.

Klaus Auer

Foto © Kleine Zeitung/Helmuth WeichselbraunKlaus Auer

Im Vorfeld des ÖVP-Landesparteitages am Samstag steigt die Spannung. Bei der Obmannwahl treffen nicht nur die beiden Kandidaten Josef Martinz und Klaus Auer aufeinander: Der amtierende Parteichef steht für die Fortführung der aktuellen Koalition mit der FPK, also für Machterhalt, Klaus Auer bevorzugt die Aufkündigung der "Ehe" mit den Blauen und einen inhaltlichen und personellen Neustart der ÖVP. So wird der Parteitag auch zum Votum über die aktuelle schwarz-blaue Koalition.

Auer ist sich bewusst, dass ein Match gegen den amtierenden Obmann nur sehr schwer zu gewinnen ist. Um für halbwegs ausgewogene Startbedingungen zu sorgen, hat er am Mittwoch bei einer Pressekonferenz drei Forderungen erhoben: Die geheime Wahl in der Wahlzelle, einen Stimmzettel mit den Namen der beiden Kandidaten zum Ankreuzen und drittens die Möglichkeit, sich selbst und die Vorstellungen von "Schwarz!bewegt" den Delegierten zu präsentieren.

22 Prozent

Die Wünsche eins und drei werden ihm wohl erfüllt werden, wie VP-Geschäftsführer Thomas Goritschnig Mittwoch der Kleinen Zeitung bestätigte: "Geheime Abstimmung und Präsentation der Kandidaten sind in den Parteistatuten vorgesehen und gelten natürlich auch für Klaus Auer." An einen gemeinsamen Stimmzettel ist nicht gedacht. Begründung: Es könnte sich ja auch beim Parteitag selbst noch ein Kandidat melden. Das jüngste Ergebnis einer von der ÖVP in Auftrag gegebenen Gallup-Umfrage soll Josef Martinz Auftrieb verleihen: Demnach würden derzeit wieder 22 Prozent der Kärntner der ÖVP ihre Stimme geben.

ROBERT BENEDIKT

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