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Zuletzt aktualisiert: 23.06.2010 um 10:18 UhrKommentare

Auch Abstimmung über Koalition mit FPK

600 Delegierte stehen vor dem Richtungsentscheid der ÖVP. Herausforderer Auer will die Parteibasis befragen, Martinz hält am Bündnis mit Scheuch fest. Der Parteitag wird am Samstag abgehalten.

Mehr als 80 Prozent Zustimmung für Martinz erwartet

Foto © KLZ/WeichselbraunMehr als 80 Prozent Zustimmung für Martinz erwartet

Die Kärntner ÖVP hält am kommenden Samstag am Klagenfurter Messegelände ihren vorverlegten Parteitag ab. Der amtierende Parteichef Josef Martinz bekommt es dabei mit einem Gegenkandidaten, dem ehemaligen schwarzen Nationalratsabgeordneten Klaus Auer von der Plattform "Schwarz!Bewegt." zu tun. Die Wahl zwischen Martinz und Auer bedeutet für die rund 600 Delegierten auch einen Richtungsentscheid, nämlich den über den Verbleib in der Koalition mit der FPK oder den möglichen Ausstieg aus dem Bündnis.

Auer für neue politische Kultur

Auer hatte angekündigt, im Falle seiner Wahl, "für eine neue politische Kultur" in Kärnten einzutreten und die Parteibasis über die Fortführung der Koalition mit der FPK abstimmen zu lassen. Martinz hingegen hält an dem Koalitionsabkommen mit FPK-Chef Uwe Scheuch fest und will seinen "Sanierungs- und Reformkurs für Kärnten" fortsetzten. Nach der Unterzeichnung des Kooperationsabkommens zwischen der FPK und der FPÖ unter Heinz-Christian Strache beeilte sich Martinz allerdings festzustellen, dass der Koalitionsvertrag seine Gültigkeit verliere, wenn Strache "Dirigent der FPK und seines Parteichefs" werde.

Über 80 Prozent für Martinz erwartet

Obwohl die Koalition von Martinz mit der FPK ganz offensichtlich in den eigenen Reihen nicht unumstritten ist, erwarten sich die meisten politischen Beobachtern am Parteitag keine großen Überraschungen. Spannend bleibt die Frage nach der Höhe der Zustimmung für den amtierenden Parteichef. Beim vergangenen Parteitag im Oktober 2007 erreichte Martinz 93,89 Prozent Zustimmung, freilich war er damals der einzige Kandidat. Landesparteiintern wird mehr als 80 Prozent Zustimmung für Martinz erwartet.


Video

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