Bezirks- und Gemeindesuche
Auer darf als Kandidat gegen Martinz antreten
Einstimmiger Beschluss des Landesparteivorstandes.Keine Auswirkungen auf FPK-ÖVP-Koalition durch Umwälzungen im Kärntner freiheitlichen Lager.

Foto © Weichselbraun
Der ehemalige schwarze Nationalratsabgeordnete Klaus Auer von der Plattform "Schwarz!Bewegt." darf am kommenden Samstag beim Landesparteitag der Kärntner ÖVP als Kandidat gegen den amtierenden Parteichef Josef Martinz antreten. Das hat der ÖVP-Landesparteivorstand Montagnachmittag einstimmig beschlossen. Die aktuellen Umwälzungen innerhalb des freiheitlichen Lagers in Kärnten hätten keine Auswirkungen auf das Bestehen der Koalition zwischen FPK und ÖVP, erklärte Martinz vor Journalisten.
Zuletzt hatte es zwischen Landespartei und Plattform Differenzen über die Auslegung des Parteistatutes und die damit verbundene Zulassung von Kandidaten bei Parteitagen gegeben. "Wir wollen keine Legendenbildung und keinen Märtyrer", erklärte Martinz. Er selbst hatte die Kandidatur Auers bereits im Vorfeld befürwortet.
Die Umwälzungen innerhalb der Kärntner FPÖ und den damit verbundenen Kooperationsvertrag zwischen Koalitionspartner FPK und der Bundes-FPÖ kommentierte Martinz gelassen. Die FPK sei eine eigenständige Partei in Kärnten, in erster Linie komme es ihm auf die Umsetzung der Koalitionsvereinbarungen an, so Martinz.
"Wir haben eine Koalition mit der FPK und keine Koalition mit Strache", erklärte Martinz. Sollte sich die Bundes-FPÖ allerdings in Kärnten einmischen, "wird es schwierig", meinte der ÖVP-Chef.
Das öffentliche Bekanntwerden einer Anzeige gegen ihn bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft im Zusammenhang mit dem Verkauf der Hypo Group Alpe Adria Bank an die BayernLB im Jahr 2007 bezeichnete Martinz als "Versuch, Politik zu machen". "Ich habe vor dem Parteitag mit allem möglichen gerechnet", so der ÖVP-Chef. Er bekräftigte, dass alle Vorwürfe haltlos seien.











