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ÖVP-Landesparteitag: Auer tritt gegen Martinz an
Am Landesparteitag erwartet ÖVP-Chef Josef Martinz eine Kampfabstimmung. Die Partei-Rebellen schicken Klaus Auer ins Rennen und stellen die Koalition infrage.

Foto © Kleine Zeitung/Helmuth WeichselbraunKlaus Auer (rechts), Gegenkandidat von Martinz (links)
Inhaltlicher und personeller Kurswechsel ist die Forderung der ÖVP-Rebellen-Plattform "Schwarz bewegt". Am 26. Juni, am Landesparteitag in der Messehalle 2 in Klagenfurt, unternehmen die Rebellen den Versuch, den Kurswechsel herbeizuführen und Parteichef Josef Martinz abzulösen. Sie haben Klaus Auer als Gegenkandidaten nominiert. Der frühere Nationalratsabgeordnete und Metnitzer Ortsparteichef hatte die Protestbewegung initiiert.
"Auer ist integer, Tiefwurzler, kein Flachwurzler. Er hat mit dem System Haider nichts am Hut, hat nicht für einen lieben Freund ein Millionen-Honorar besorgt und muss nicht zittern, ob bei der Hypo noch etwas hinter dem Busch hervorkommt." So pries Sigismund Mörisch, Plattform-Mitglied und Hotelier aus Seeboden, den Kandidaten an.
Rund 600 Delegierte
Das Duell am Parteitag sei ein Kampf "David gegen Goliath", zumal die Vorbereitungen "nicht völlig demokratisch" ablaufen würden, wie Plattform Sprecher Johannes Maier behauptete: "Delegierte werden ausgesucht, die Fristen sehr verkürzt."
Morgen, am 9. Juni, endet die Antragsfrist. Die rund 600 Delegierten würden nach einem genauen Schlüssel und entsprechend einer gewissen Hierarchie bestimmt, sagt Landesgeschäftsführer Thomas Goritschnig - nämlich Kraft ihrer Funktion oder von den Bezirken und den einzelnen Teilorganisationen entsandt.
Mit der Vorverlegung des Parteitages vom Herbst auf Juni hat Martinz die Rebellen überrascht. Keinen eigenen Kandidaten aufzustellen - und auf ein schlechtes Ergebnis für Martinz zu warten - sei nur kurz eine Überlegung gewesen. "Wir sind der Basis verpflichtet", begründet Auer sein Antreten. Die Basis erwarte, dass die ÖVP "nicht zu allem Ja und Amen sagt" und das Landesbudget nicht als Selbstbedienungsladen missbraucht werde.
Sollte er gewählt werden, will Auer sofort eine Basisbefragung über die Fortsetzung der Koalition mit der FPK herbeiführen. Und er würde nicht automatisch den ÖVP-Regierungssitz einnehmen, sondern gemeinsam mit den Landesparteigremien die für die Referate bestgeeignete Person suchen. Denn Auer geht davon aus, dass im Falle seiner Wahl die Karten neu gemischt werden. Vorerst sind die Rebellen noch beim Sammeln der für die Auer-Kandidatur notwendigen Unterschriften von 20 Delegierten.














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