Kötschach-Mauthen

Kötschacher fordern Erhalt der Gleisanlage der Gailtalbahn

Mobilitätskonzept nach Aus für Gailtalbahn: Im Oberen Gailtal herrscht bei der Bevölkerung für den geplanten Ersatz-Busverkehr eher Skepsis vor. Gleisstrecke soll jedenfalls erhalten werden.

Gailtalbahn: Bürger befürchten durch Ersatz-Nusverkehr Verschlechterung der Mobilität © Claudia Lux
 

Das Aus für die Gailtalbahn zwischen Hermagor und der Marktgemeinde Kötschach-Mauthen mit Ende 2016 bewegt die Gemüter im Gailtal. Diese Emotion war auch bei der Informationsveranstaltung Dienstagabend im Rathaus Kötschach zu spüren. Landesrat Verkehrsreferent Rolf Holub sah sich mit heftiger Kritik konfrontiert. Im Oberen Gailtal soll künftig mittels Bussen der öffentliche Nahverkehr sichergestellt werden. „Das sieht am Papier gut aus", meinte Bürgermeister Walter Hartlieb. Er bezweifle aber die langfristige Umsetzbarkeit dieser Alternative. Kritik hagelte es an den gegenüber der Bahn weit höheren Bustarifen.

Künftige Modellregion

Christian Themeßl-Huber (Geschäftsführer Verkehrsverbund Karnische Region) sicherte definitiv zu: „Innerhalb der künftigen Modellregion wird kein Vollpreis verrechnet und generell werden die Tarife der Vorteilskarte angewendet werden." Öko-Strompionier Wilfried Klauss forderte die Erhaltung und Pflege der Bahnanlage. „Niemand weiß, ob es bei diesem Busverkehr bleibt und in zwanzig Jahren verkehrsmäßig nicht anders gedacht wird."
Dies sei laut Christoph Posch, Konzernsprecher der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) auch so geplant. „Die Anlage geht in den Besitz des Landes über, unter Auflagen ist so eine mögliche Nachnutzung etwa für Nostalgiezüge oder Frachtentransporte möglich.“ Begründete Sicherheitsbedenken gibt es gegen den geplanten Verkehrsknoten vor der Volksschule in Kötschach.

Nassfeld betroffen

Demnächst soll es auch in Hermagor eine Bürgerinformation geben. In der Gailtaler Bezirksstadt stößt die Tatsache, dass Kärntens größtes Skigebiet Nassfeld ebenso von der Bahnschließung betroffen ist, sauer auf. Die Forderung, die Bahn bis nach Tröpolach oder Jenig weiterzuführen und sie auch zu elektrifizieren, steht im Raum. Christoph Posch dazu: „Darüber muss diskutiert werden."

LEOPOLD SALCHER

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latisana
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Was,

jetzt wollt's auch noch einen Busbahnhof vor die Volksschule bauen. Reicht nicht das unmögliche Einkaufszentrum gegenüber???? Für die Ortsbildgestaltung sollte der Gemeinderat die saure Himbeere bekommen. Wieviele Parkplätze und Fahrbahnen gibt es für 4 Geschäfte???? Seid's noch zu retten!!!!!! Leider politisch einseitig besetzt, die Gemeinde!!!!!!!

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WernerRobin
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Privatbahnen in Österreich....

....können - soferne sie im Besitze aller notwendigen behördlichen Auflagen sind - Schienenverkehrsleistungen auf fremder Infrastruktur (Schiene) übernehmen, wenn es einen Besteller und auch Bezahler gibt. Sollte es wirklich zur Stilllegung des oberen Abschnittes der Gailtalbahn kommen, so könnte man wohl als Notlösung noch einen eingeschränkten Verkehr aufnehmen. Bsp.: Fahrradzug saisonbeschränkt von Villach (oder noch besser schon von Klagenfurt) nach Kötschach Mauthen. Die RhB-Berninabahn in der Schweiz führt auch Cabrio-Waggons (offene Waggons) in ihren Zügen mit. Diese Züge sind fast alle ausgelastet. Eine Draisine (Kl) mit 1 bis 2 Zweiachser Cabrio-Waggons von Hermagor nach Kö-Ma. wäre als Zusatz auch vorstellbar. In den Zugpausen eventuell Fahrrad-Draisinenfahrten. Eines ist aber sicher: Würden Politiker in der Schweiz mit Eisenbahn-Einstellungsabsichten der Bevölkerung entgegentreten würden sie sich bei der nächsten Wahl wohl nicht mehr aufstellen lassen können.

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WernerRobin
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Trassenerhaltung

Auch wenn Gleisanlagen durch eine Betriebsstillegung nicht mehr planmäßig befahren werden, müssen dieselben einer periodischen Überprüfung und regelmäßigen Erhaltungsarbeiten unterzogen werden wenn sie hinkünftig anderwertig genutzt werden sollten. Sonst ist eine Betriebsbewilligung welcher Art auch immer nicht möglich (passierte z.B. bei der Ybbstalbahn-Bergstrecke Kienberg - Lunz - Göstling oder Payerbach - Reichenau, beide Museumsbahnen). Überlässt man den Ober -und Unterbau jahrelang dem Verfall kommt eine Wiederinbetriebnahme praktisch einer Gleisneulage gleich und das geht richtig ins Geld!!! Allen Gailtalern sei gesagt: Bitte glaubt nicht den Politikern, die versprechen das Blaue (oder Grüne!) vom Himmel. Wenn`s dann ans Eingemachte geht (Kosten)machen sie einen Rückzieher und müssen sich dafür nicht einmal verantworten. Sinnvoll wäre ein erweitertes Busangebot als Zubringerverkehr und die Verlegung des Umsteigeknotens nach Kö-Ma. Kämpft, lasst Euch die Bahn nicht wegnehmen!

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