Nach Aussendung

Gailtalbahn-Streit geht in die nächste Runde

Nach einem persönlichen Gespräch zwischen Bürgermeister und ÖBB-Chef Christian Kern und einer anschließenden Presseaussendung darüber hängt der Haussegen schief.

Misslungener Auftritt: Johannes Lenzhofer, Christian Kern, Walter Hartlieb und Hermann Jantschgi © KK/PRIVAT
 

Wir stehen voll und ganz hinter den gemeinsam entwickelten Plänen zum Kärnten Paket“, stellt Vorstandsvorsitzender Christian Kern von der ÖBB-Holding AG fest.

Nach dem Gespräch mit den drei Gailtaler Bürgermeistern Walter Hartlieb, Johannes Lenzhofer und Hermann Jantschgi schickten diese eine Presseaussendung aus, in der sie den ÖBB-Vorstandsvorsitzden wohl falsch verstanden haben. Sie schrieben, dass für Kern die Vorgangsweise des Landes nicht nachvollziehbar und von Unkenntnis geprägt sei. Kern weist die ihm in den Mund gelegten Zitate scharf zurück: „Mit dem nunmehr beschlossenen Ausbau bis nach Hermagor und dem Einsatz eines neuen Verkehrskonzeptes erhält die ganze Region mehr öffentliche Verkehrsmittel, als sie jemals hatte.“

Kritik und Chancen

Die Bürgermeister kritisieren nicht nur die (vorzeitige) Einstellung der Bahn. „Der Verkehrsdienstleistungsvertrag besteht bis ins Jahr 2020. Doch ab dem Jahr 2018 hätten Investitionen in die Strecke der Gailtalbahn getätigt werden müssen, dem wollte man wohl entgehen.“ Kern kontert: „Bereits 2018 wäre die erste Teileinstellung erfolgt, in den Jahren darauf bis 2025 wäre die gesamte Strecke aus dem ÖBB-Netz gestrichen worden. Der nunmehrige Ausbau der Bahn ist eine riesige Chance für die ganze Region."

Er gibt dem Gemeindecheftrio auch einen Tipp: „Die betroffenen Bürgermeister aus Kötschach/Mauthen, Kirchbach und Dellach sind gut beraten, diese Chance zu nutzen um gemeinsam professionell und zielorientiert die ganze Region weiterzuentwickeln.“ Die Wünsche und Forderungen der Bürgermeister für das Gailtal seien aber absolut unfinanzierbar und führen zu keiner Verbesserung für die Fahrgäste, so Kern.

Kommentare (8)

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liberda
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Das Gailtal mit einer Mauer

inklusive Zaun mit klitzekleinen Seitentürln auf Höhe von Feistritz/Gail-Nötsch absperren, das wäre das billigste für die öffentliche Hand. Wenn schon sparen, dann bei den ländlichen Regionen, Städte und Zentren kennen solche Sparstifte nicht. Da wird zB mit Gewalt ein Geisterbus zwischen Klu und Laibach hin und her geschickt und mit Hunderttausenden Euro sponsiert. Täler könnten von solchen Polit-Gaben nur träumen. Die Wahrheit ist - in den Randregionen leben nur wenig Wähler, ob die nun schreien, toben oder sonstwas tun, kratzt die Landespolitik nicht. Wichtig sind die Wählermassen in den Städten und Zentren, die muß man bei Laune halten....!

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vorratsdatenspeicherung1
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PENG und wieder

scheinen unsere Herrn Bürgermeister den Griff ins Klo gemacht zuhaben weil ja jeder von den Amtsrittern seine eigene Suppe kocht ... und richtig so die Bahn gehört eingestellt

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liberda
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Leiden jetzt die drei Bürgermeister

oder der ÖBB-Chef an Vergesslichkeit? Es gibt zwei Versionen von diesem Gespräch. Wobei ich den Bgm mehr glaube. Kern hat offenbar bei voller Fahrt die Notbremse gezogen und protestiert jetzt scharf gegen das, was er vorher laut Bürgermeister-Aussendung gesagt hat.
Kern hat die Voraussetzung für eine politische Laufbahn. Mit diesem Gailtaler Bocksprung hat er die Aufnahmsprüfung für den Ballhausplatz (nach Faymann) locker geschafft.

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Irgendeiner
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Naja,fest steht,wir

wissen es nicht und fest steht,daß Sie davon,daß Sie daraus wem Sie mehr glauben reichlich weitreichnde Schlüsse ziehen,hats was damit zu tun,daß der Mann der nächste rote Chef werden könnte? Und im Übrigen kann das auch recht harmlos sein,wenn etwa die Bürgermeister ein langes Klagelied singen und der geht nicht darauf ein,kann das als stillschweigende Zustimmung interpretiert werden,was ebenso falsch wie häufig ist,deshalb machen sich kluge Leute ein Gesprächsprotokoll und die Polizei versucht möglichst schnell Zeugen zu befragen,weil der Kopf sonst alles verkleistert,ist gut untersucht.Aber wir wissens halt nicht.Wasma wissen ist,daß ein grüner Landesrat gegen seinen Wunsch eine Bahn reduzieren muß die ich gerne ganz erhalten gesehen hätte,weil blaue Kapazunder ein Land ruinierten.Restlos.

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Fernfahrer
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Die Giltalbahn ist eine reine Geldvernichtungsmaschine! Sie hat eingestellt zu werden!

Ob der Gailtaler mit einem Moderen Doppelstock - Gelenkbus ( der wie in München mit Bus plus Anhänger ) oder mit der Bahn fährt, ist zeitlich und von der Bequemlichkeit her völlig egal!

Nur die Kosten reduzieren sich beim Bus auf rund 20% der Bahnkosten! Nachdem aber die Allgemeinheit die Kosten zu tragen hat, ist ein weiter Betrieb der Gailtalbahn unverantwortlich!
Den Gütertransport betreibt schon lange nur der LKW!

Das Besabbere der BAHN ist scheinheilig!!!

Die Deutsche Bundesbahn ist mit mehreren HUNDERT Bussen in der Slowakei in den Bussverkehr eingestiegen und nicht im Eisenbahnsektor geblieben!

Die ÖBB ist der größte Bussanbieter mit dem POSTBUS! Und Postbus bereitet sich auf den Einstig in den Buslinien Verkehr vor!

Seit private Fernbusse durch das Gericht in Deutschland zugelassen worden sind, geht der Bahn eine Milliarde € ab und plötzlich kennt man auch Kundenservice und Preise die plötzlich um sehr viel niedriger sind, als die ohne Konkurrenz gewesen waren.

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karma2ingrid
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stimme ihnen vollkommen zu!

stimme ihnen vollkommen zu!

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Himmelherrgott
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Lieber LKW Fahrer!

Ihre Aussagen zeugen leider von Unkenntnis. Klar ist der Bus billiger, der zahlt ja keine Maut auf den Bundesstraßen. Der Zug muß im Vergleich dazu auf jeden Meter Schienen die er befährt, egal wo, die kilometeranhängige Schienenmaut an den Staat entrichten. Käme eine flächendeckende LKW-Maut sehe der Wettbewerbsvorteil der Straße nicht mehr so gut aus.
Es gibt nach wie vor Güterverkehr per Bahn bis Hermagor, und das ist auch gut so. Ob Holz in 2 oder 3 Tagen beim Sägewerk ist, ist doch völlig egal. Da ist die Bahn das umweltfreundlichere Transportmittel.
Alle, die immer noch glauben, wir brauchen die Gailtalbahn nicht, werden sich spätestens wenn sie den Bussen und LKWs hinterherfahren müssen die Bahn zurückwünschen. Nur dann ist es schon zu spät...

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Fernfahrer
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Lieber Himmelhergott, immer die gleichen Argumente! Leider werden diese Argumente nicht einmal von den Bahn umgesetzt - RICHTIG! Die Bahn hat Ihre Vorteile und die sollte man nutzen! Dieser Vorteil liegt im Fernverkehr und die einem klug geplanten Streckennetz und Streckeneinsatz! DAZU GEHÖREN NEBENBAHNEN NICHT!!

Wieso haben sich die Staatsbahnen in Deutschland die SCHENKER Spediotionsgruppe, die ÖBBbei einer großen holländischen und Europaweit agierenden
Speditionsgruppe und bei einem der größten Türkischen Spediteure eingekauft um sehr viel
geförderten Staatsgeld, - um eine Milliarde - eingekauft?
Die Bundesbusse ( Postbusse ) gehören der ÖBB!
Jetzt bereiten sich die Postbusse auf einen Einstieg in den Internationalen BUS Linienverkehr vor!

Wenn die Bahnbediensteten und Bürgermeister, - welche diese paar Waggon mit Holz nach Hermagor disponieren - alle Kosten dieser Transporte aus der Privattasche zahlen müssten, gäbe es schon lange keine Nebenbahn mehr - wie es die Gailtalbahn ist.

Zur steuerlichen Seite darf ich Ihnen sagen, der LKW zahlt einmal um die 70% des Dieselpreises an Steuern, + Kraftfahrzeugsteuern die bei Autobahnen über 70 Cent je km und im Nahverkehr ohne Autobahn noch bei rund 50 Cent liegen!

Der Verteilerverkehr gehört auf die Straße u der Fernverkehr auf die Schiene

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