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Bibliotheken vernetzen sich

Ein EU-Leaderprojekt bringt zehn Büchereien aus Oberkärnten näher zusammen. Neben einer Modernisierung will man auch gemeinsam Werbung machen und die Ressourcen nutzen.

 

Oberkärntens Bibliotheken wachsen zusammen. Zehn Gemeindebüchereien nehmen am EU-Leaderprojekt "Bibliothekenlandschaft Oberkärnten" teil. "In erster Linie geht es um eine Vernetzung der Büchereien", sagt Astrid Arztmann von der Stadtbücherei Spittal. Im Zuge des Projektes sollen auch die Bestände von Medien gemeinsam gekauft werden. "Das Lesen soll wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung dringen", erklärt Arztmann.

350.000 Euro für Büchereien

Das Pilotprojekt startete im März 2011, bis März 2014 sollen alle geplanten Maßnahmen abgeschlossen sein. Koordiniert und fachlich betreut wird es vom Bibliotheksverband Kärnten, die Kosten von insgesamt 350.000 Euro tragen die EU, die Landesregierung mit den Abteilungen 3 (Gemeinden) und 6 (Bildung, Generationen und Kultur) sowie die Gemeinden. "Projektabwickler sind die Regionalverbände Großglockner und Nockberge", erklärt Werner Molitschnig vom Bibliotheksverband.

Vier Teilbereiche

Die Initiative umfasst vier Punkte. "Wo es möglich ist, werden alle Bibliotheksressourcen in einer Gemeinde zusammengelegt", sagt Molitschnig. Das heißt, dass, sofern es räumlich gelingt, Büchereien von Volks-, Hauptschulen und der Gemeinde an einen Standort zusammengefasst werden. "Hier spielt auch die Erwachsenenbildung eine große Rolle", erklärt Molitschnig. Der zweite Punkt betrifft eine Modernisierung der Bibliotheken. "Es gibt einen bundesweiten Standard, der Medienbestand, Größe oder Öffnungszeiten regelt", erklärt Molitschnig.

Digitales Angebot

Weiters soll die regionale Zusammenarbeit der Bibliotheken ausgebaut werden. "Das betrifft Veranstaltungen und auch das digitale Angebot in Form von E-Books, Filmen oder Tonträgern", sagt er. Außerdem will man eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und eine Homepage mit vielen Informationen auf die Beine stellen. "Kärnten ist das einzige Bundesland ohne Bibliotheksförderung", sagt Molitschnig. Dadurch sei Kärnten Schlusslicht im Bibliothekswesen. Der Stadtbücherei Spittal stehen für das Projekt in den nächsten drei Jahren rund 50.000 Euro für die Adaptierung der Bücherei zur Verfügung.

"Als Erstes werden wir die Ausstattung erneuern. Die Räume müssen heller und benutzerfreundlicher werden, die Regale müssen erneuert werden", sagt Arztmann. Auch eine Vergrößerung der Bibliothek steht am Programm, aber "wir sind erst in der Anfangsphase", erklärt sie. An dem Projekt nehmen noch die Bibliotheken der Gemeinden Gmünd, Rennweg, Radenthein, Lurnfeld, Steinfeld, Dellach im Drautal, Winklern, Obervellach und Reißeck-Kolbnitz teil.

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