Wolfsberg

Mithilfe von Mediation Konflikte lösen

Der 18. Juni wurde zum Tag der Mediation erklärt. In Wolfsberg informiert Mediator Ulrich Wanderer bei einem Spaziergang, welche Konflikte durch Mediation gelöst werden können.

Scheidung und Obsorge ist einer der Themenbereiche, mit denen der Mediator im Lavanttal häufig konfrontiert ist
Scheidung und Obsorge ist einer der Themenbereiche, mit denen der Mediator im Lavanttal häufig konfrontiert ist © Fotolia
 

Im Rahmen einer Tagung der großen deutschsprachigen Mediationsverbände im Jahr 2013 wurde der 18. Juni zum Tag der Mediation erklärt. Ziel ist die Steigerung der Bekanntheit von Mediation und meditativem Handeln in der breiten Öffentlichkeit.

In Wolfsberg bietet der Mediator und Jurist Ulrich Wanderer an diesem Tag einen ungewöhnlichen Spaziergang an. Treffpunkt ist um 10 Uhr auf dem Rathausplatz.

"Von dort möchte ich mit den Teilnehmern einen Rundgang durch die Stadt unternehmen, bei dem ich verschiedene Plätze ansteuere wie die Neue Heimat, die Kaserne oder das Bezirksgericht. An den jeweiligen Standorten erkläre ich, welche Vorteile Mediation bietet, welche Konflikte durch sie gelöst werden können und wie man sie den Alltag einbauen kann", erläutert Wanderer, der auf möglichst schönes Wetter hofft. "Wenn es wirklich ganz schlecht ist, werde ich mit den Teilnehmern ins Café Aldershoff ausweichen."

KK/ROBERT NEWALD Ulrich Wanderer ist in Wolfsberg und in Wien tätig
Ulrich Wanderer ist in Wolfsberg und in Wien tätig © KK/ROBERT NEWALD

In seiner täglichen Arbeit ist Wanderer, der in Wolfsberg und Wien tätig ist, vor allem mit drei Bereichen konfrontiert: Scheidung und Obsorge, Nachbarschaftskonflikte und mit Problemen am Arbeitsplatz. "An erster Stelle stehen Beziehungskrisen. Thema ist hier auch, wie es nach einer Trennung mit Obsorge und Unterhalt weitergehen soll", sagt er. Hier geht es – und das ist zentrales Anliegen einer Mediation überhaupt – darum, einen tragfähigen Konsens zwischen den Partnern zu erarbeiten, der, so Wanderer, "auch vor Gericht hält".

Nachbarschaftskonflikte

Nachbarschaftsstreitigkeiten gebe es im Tal selten. "Da spielt sich mehr in Wien ab, wo ich nicht selten von Genossenschaften um Hilfe gebeten werde. Im Lavanttal sind es Konflikte zwischen Grundstückseigentümern, die eine Mediation erfordern."

Ein neuer Bereich der Mediation befasst sich im zunehmenden Maße mit Konflikten am Arbeitsplatz. "Dahinter steckt oft die Angst um den Arbeitsplatz. Hier werde ich ausschließlich von Arbeitgebern zur Schlichtung gerufen, die auch die Kosten übernehmen", sagt Wanderer. In solchen Fällen werden zuerst Einzelgespräche mit den Betroffenen geführt, um deren jeweilige Sicht der Dinge auszuloten. Aufgabe des Mediators sei es, aktiv zuzuhören und neutral zu bleiben. "Eine Konfliktlösung ist in der Regel nur durch Entgegenkommen des Arbeitgebers möglich."

ULRIKE GREINER

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