KärntenAgrarschulen: Rechnungshof für weitere Zusammenlegungen

Prüfer durchleuchteten die neun Schulen mit 1294 Schulen und empfehlen weitere Standortzusammenlegungen. Etwa von Buchhof und St. Andrä. Künftig könnte es auch Ehrental treffen.

In Litzlhof begannen die Umbauarbeiten für ein modernes Bildungszentrum bereits © Kleinsasser
 

Politisch sind die neun Landwirtschaftslichen Fachschulen an acht Standorten immer wieder Anlass für heftige Diskussionen. Vor allem aus den Reihen der SPÖ und des Team Kärnten wird die Parallel-Struktur zum anderen Schulwesen kritisiert.

Jetzt gibt es auch in einem aktuellen Bericht des Landesrechnungshofes Kritik und Verbesserungs-Empfehlungen: Denn die Schülerzahlen seien in den vergangenen Jahren leicht rückläufig gewesen, betragen derzeit 1294 für alle Standorte mit vier Fachrichtungen und 158 Lehrerdienstposten. In mehreren Fällen werde die gesetzliche Klassenschüler-Mindestzahl von 25 unterschritten. Die Prüfer empfehlen Bildungszentren, also weitere Standort-Zusammenlegungen, mit Schwerpunkten und modernen Internaten. Denn in letzteren gab es im Prüfzeitraum 2011 bis 2016 einen Schülerschwund von 15 Prozent. Grund sind Gebäude, die 30 Jahre lang nicht saniert wurden. In Oberkärnten weichen deshalb Schüler nach Lienz bzw. in anderen Bundesländer aus. Das Land Kärnten muss deshalb 133.000 dazuzahlen, kritisiert der Rechnungshof.

Zusammengeführt werden könnten künftig die Schulen Buchhof und St. Andrä, wird empfohlen. Bei weiter rückläufigen Schülerzahlen soll eine Schließung von Ehrental angedacht, die Schüler auf andere Standorte verteilt werden, heißt es im Rechnungshof-Bericht.

Von Landesseite wird auf das Struktur- und Entwicklungskonzept bis 2020 verwiesen. Zwei Drittel davon seien bereits umgesetzt bzw. erfolgen derzeit. Das Projekt Bildungszentrum Litzlhof (Zusammenführung mit Drauhofen) ist bereits in Umsetzung. Ausgehend vom Jahr 2010 würden sich die Schulstandorte bis 2020 von elf auf sieben verringern und dort dann Instandsetzungsarbeiten erfolgen.

 

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