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Ab April ist ganz Europa zu Gast in Unterkärnten

Vorbereitungen für die Europaausstellung 2009 in St. Paul und Bleiburg laufen auf Hochtouren. Der Startschuss fällt am 26. April. Die Veranstalter erwarten sich bis zu 300.000 Besucher.

 
Der Countdown für die Europaausstellung 2009 in Bleiburg und St. Paul läuft: Der Startschuss zur Großveranstaltung fällt am 26. April. Bis zum 6. November gibt es dabei einzigartige Werke zu bestaunen - unter dem Titel "Macht des Wortes - Macht des Bildes". Die Veranstalter erwarten sich für die Ausstellung bis zu 300.000 Besucher.

Literarische Kostbarkeiten. Um die "Macht des Wortes" wird sich die Ausstellung im Stift St. Paul drehen, unter der Leitung von Pater Gerfried Sitar. Mit dem Bücherschatz des Klosters werden literarische Werke vom 4. bis zum 18. Jahrhundert ausgestellt. Kostbarkeiten, die es außer in St. Paul nur noch im Vatikan zu bestaunen gibt. "Erstmals werden bei einer Ausstellung die drei ältesten Handschriften der deutschen Sprache gemeinsam präsentiert. Weiters werden auch das älteste gedruckte Buch der Welt von Johannes Gutenberg und die erste Darstellung Karls des Großen in einer Gesetzeshandschrift zu sehen sein", sagt der Pater.

Bibliothek kommt in Keller. Für die riesen Ausstellung waren auch einige Adaptierungen notwendig: Der größte Brocken war die Verlagerung der Bibliothek. Die 180.000 Bände des Stiftes werden im ausgebauten und klimatisierten Keller eine neue Heimat finden. Die Fertigstellung ist Ende Jänner geplant. Außerdem wurden die Gärten des Stiftes revitalisiert und ein Kristalldom geschaffen, in dem dann die sieben Schöpfungstage präsentiert werden. "Die Ausstellung bringt eine 100-prozentige Nachhaltigkeit, weil nachher alles erhalten bleibt und nichts abgerissen wird", so Sitar.

"Macht des Bildes." In Bleiburg zeigt die Ausstellung "Macht des Bildes" Werke von über 50 ausgewählten Künstlern. So werden im Werner-Berg-Museum unter anderem Bilder von Alfred Kubin, Egon Schiele, Oskar Kokoschka oder Hermann Nitsch zu sehen sein. "Bis auf die Anlieferung der Werke, Begutachtungen und kleinere Arbeiten ist die Vorbereitung für die Ausstellung abgeschlossen", sagt Harald Scheicher, Kurator des Werner-Berg-Museums.

Einmalige Chance für Unterkärnten. Über zwei Jahre an Vorbereitungszeit wurden in Bleiburg in die Europaausstellung investiert. Unter anderem wurde ein Bauernladen, ein Lift und eine Kreativwerkstatt gebaut. Außerdem wurde der Hof des Museums mit Segeln überdacht, ein eigener Skulpturenpark eingerichtet und ein Europaplatz rund um die Kirche geschaffen. Scheicher: "Bleiburg kann sich als Ausstellungsort etablieren. Das ist eine einmalige Chance für Unterkärnten." Der Wert der ausgestellten Bilder würde laut dem Kurator mehrere Millionen Euro betragen.

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