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Alarm im Twimberger Graben: Gefahrengut-Transport kippte um

Bei Unfall in der Strassnig-Kurve trat gestern brennbare Flüssigkeit aus. Drei Feuerwehren mit 30 Mann konnten Schlimmeres verhindern.

 
Dienstag früh um 5.41 Uhr heulten die Sirenen: In der Strassnig-Kurve im Twimberger Graben kippte der mit Stückgut beladene Anhänger eines Lkw um, Gefahrengut trat aus. Verletzt wurde niemand. Die B 70 zwischen Bad St. Leonhard und Frantschach-St. Gertraud wurde bis 10.30 Uhr gesperrt, der Verkehr über die A2 umgeleitet.

Werner Geiger, FF Bad. St. Leonharfd

© Kleine Zeitung

Einsatz. Die Wehren Bad St. Leonhard, Twimberg und Schiefling standen mit sechs Fahrzeugen und 30 Männern im Einsatz. "Der Anhänger kippte in einer starken Kurve um, offensichtlich wegen überhöhter Geschwindigkeit. Verschiedene Flüssigkeiten, die unter Gefahrengut fallen, traten aus", so Josef Jernej, Polizei-Postenkommandant in Frantschach.

Gefahr. "Es war nicht ungefährlich, es roch am Unfallort stark nach Alkohol. Aufgrund der Brandgefahr haben wir hauptsächlich Schaum eingesetzt", sagt Werner Geiger, Kommandant der FF Bad St. Leonhard. Mit einem Kran wurde der Anhänger auf die Räder gestellt. "Es war größte Vorsicht geboten, damit nicht durch Funken ein Brand entsteht", sagt Geiger.

Flüssigkeiten. Die Flüssigkeiten wurden gebunden, damit keine Schadstoffe in das Erdreich oder in die Lavant gelangen. Dafür reiste extra ein Landeschemiker an. Der Lkw gehört einer heimischen Transportfirma - und war von Bad St. Leonhard nach Wolfsberg unterwegs. "Von Bad St. Leonhard kommend gilt für Lkw Tempo 50 in dieser Kurve, nur von Wolfsberg kommend gibt es eine 30er-Regelung", sagt Jernej.

Kurve. Erst vor einem Jahr forderte diese Kurve ein Todesopfer. Eine Reichenfelserin wurde von einem entgegenkommenden Lkw, der umkippte, getötet.