Kärnten29 Schritte für Sportförderung: Jetzt kommt elektronischer Akt

Nach Kritik des Landesrechnungshofes an 29 Stationen für Sportförderungs-Akte kündigt Landeshauptmann Kaiser Pilotprojekt zur Vereinfachung an. Vereinfachung bei Bagatellgrenzen.

29 Stationen braucht ein Förderakt, wenn es um Zuschüsse für Sportstätten geht
29 Stationen braucht ein Förderakt, wenn es um Zuschüsse für Sportstätten geht © KLZ/Markus Traussnig
 

Jetzt wird Tempo gemacht und eine neue Ziellinie gesetzt. Ab 1. Jänner 2018 soll der elektronische Akt in der Sportförderung des Landes eingeführt werden, kündigte Donnerstag Landeshauptmann Peter Kaiser als Sportreferent ein Pilotprojekt an. Denn noch läuft die Sportförderung des Landes viel zu umständlich. Die 1029 Sportförderungsfälle des Jahres 2015 mit einem Gesamtvolumen von 7,46 Millionen Euro, die der Landesrechungshof geprüft hat, legten jeweils 16 Kilometer bzw. mindestens 29 Stationen zurück. Das kritisieren die Prüfer im jüngsten Bericht, der Donnerstag den Kontrollausschuss des Landtages passiert hat. Denn die Unterabteilung Sportkoordination befindet sich im Sportpark beim EM-Stadion vier Kilometer von der Landesregierung und den Abteilungen entfernt.

„Mit elektronischer Aktenführung gebe es elf Stationen weniger“, zeigt Rechnungshof-Direktor Günter Bauer auf. Er mahnt gleich wie im Rechnungshofbericht zur Kulturförderung (mit bis zu 38 Stationen) ein, den elektronischen Akt einzuführen.

„Die Kritik ist ok. Bei dislozierten Dienststellen macht der elektronische Akt Sinn“, sagt Kaiser. Mit der neuen Landesverfassung und wenn 2019 die wirkungsorientierte Haushaltsführung komme, solle generell eine gewisse Synchronisierung zwischen Regierungs-, Ausschuss- und Landtagsarbeit auf elektronischem Wege stattfinden.

Bagatellgrenzen

Kaiser gibt den Prüfern in einem weiteren Kritikpunkt Recht. 30 Prozent der 1029 Sportförder-Fälle übersteigen 500 Euro nicht, verweist Bauer auf Bagatellgrenzen. Nur ein Viertel lag über 2000 Euro. Noch genehmige der politische Referent jedes Ansuchen einzeln. Künftig sollen Fälle mit niederen Summen gesammelt und in einem Förderplan genehmig werden. Das wären sechs Stationen weniger.

Kaiser denkt daran, „dass kleine Förderbeträge nicht mehr über meinen Tisch gehen, sondern dass das der Sportdirektor macht.“ Dem Landtag, der die Finanzhohheit hat, solle dann regelmäßig der Förderbericht vorgelegt werden.

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