Neustart für Treffen auf Ulrichsberg
Nach dreijähriger Pause findet das Ulrichsbergtreffen wieder auf dem Ulrichsberg statt. Präsident Kandussi hofft auf 1000 Besucher. Die Organisatoren wollen Neonazis "vom Berg fernhalten".

Foto © KLZ/Helmuth WeichselbraunUlrichsbergtreffen 2010
Unter neuer Führung will die Ulrichsberggemeinschaft am Sonntag einen Neustart für das Heimkehrer-Treffen am Ulrichsberg nördlich von Klagenfurt unternehmen. Der neue Präsident Hermann Kandussi erwartet "doppelt so viele Teilnehmer wie im Vorjahr", also 800 bis 1000 Personen.
Was das Neue am Treffen sein wird, wollte Kandussi gestern zwecks Überraschungseffekt nicht verraten. Auch die Namen der Festredner blieben ein Geheimnis. In den nächsten Tagen entscheidet sich, ob Landesrat Harald Dobernig (FPK) das Ansuchen der Veranstalter um Nachbesserung der Fördergelder positiv beantwortet. "Zusätzliche 8000 Euro wird es sicher nicht geben", heißt es aus dem Dobernig-Büro.
Ohne Bundesheer
Die Ulrichsbergler leiden unter dem schlechten Image ihres Treffens und legen Wert auf die Feststellung, dass sie ultrarechte Inhalte ablehnen und alles unternehmen, um Neonazis fernzuhalten. Dabei gibt es jedoch ein Problem. Ehrenpräsident Rudolf Gallob: "Man kann einen bewaldeten Hügel nicht vollständig abriegeln."
Kandussi hat versucht, beim Verteidigungsminister eine Zusage für die Mitwirkung des Bundesheeres zu erreichen, wie das in früheren Jahren Tradition war. Er hat von Norbert Darabos aber eine Absage erhalten.
Die Ulrichsbergfeier beginnt am Sonntag um 10 Uhr mit einem Platzkonzert. Nach den Ansprachen der Ehrengäste wird um 10.45 Uhr ein Wortgottesdienst gefeiert. Zubringerbusse fahren um 7.30 Uhr und um 8.45 Uhr beim Klagenfurter Hauptbahnhof ab.








