Turmgespräche in Keutschach
Neubau, Sanierung, Stillstand? Wie soll es mit dem Pyramidenkogel in Keutschach weitergehen. Sowohl ÖVP als auch FPK haben Pläne - allerdings unabhängig voneinander.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann diskutieren sie noch heute . . ." - so oder so ähnlich könnte momentan ein Ende des Pyramidenkogel-Märchens klingen. Denn seit Jahren wird nur über den Neubau oder eine Sanierung gesprochen (wir berichteten). Während die FPK den Neubau um zehn Millionen Euro vehement vertritt, die GEL für eine "günstige" Sanierung ist, könnte sich die ÖVP momentan einen Neubaukompromiss um acht Millionen Euro vorstellen.
Als Vorsitzender des Entwicklungsteams lädt Michael Holliber (ÖVP) nächste Woche zu einem Gespräch mit drei Touristikern. "Sie werden sich und ihre Ideen vorstellen, womit man am Pyramidenkogel Geld verdienen könnte", so Holliber. Für ihn sei es wichtig, zuerst zu wissen, was mit einem sanierten Turm oder einem Neubau möglich ist, bevor man sich für eine Variante entscheidet. Außerdem sollte diese Variante leistbar sein: "Mit einem Acht-Millionen-Euro-Projekt und der Zusage, dass es vom Land eine Million Euro als Risikokapital gibt, ist das möglich."
Diese Vorgangsweise sei für die Bürgermeisterpartei FPK ein falscher Zugang, deshalb wolle die FPK der Einladung von Holliber nicht Folge leisten. "Wir müssen zuerst wissen, was wir wollen, außerdem wurde schon vor Jahren das Konzept erarbeitet", so Bürgermeister Gerhard Oleschko und Vizebürgermeister Florian Gabriel. Es sei eine "Katastrophe" wie mit dem Projekt in den vergangenen Jahren umgegangen wurde. Auch hätte das Entwicklungsteam bis jetzt keine Arbeit geleistet, die eine Lösung näherbringt. "Es wird Zeit, dass wir wieder für die Gemeinde arbeiten. Es geht um Keutschach und nicht um einzelne Parteien", sagt Oleschko. Er plant, in den nächsten Wochen eine Gemeinderatssitzung einzuberufen, um Neuigkeiten zu präsentieren: "Dazu kann ich vorab nichts sagen, weil alle denselben Wissensstand haben sollen."
Weniger als zehn Millionen
Ein Kompromissbau um acht Millionen Euro, der nun der ÖVP vorschwebt, sei kein Ziel für Oleschko: "Es geht darum, alles daranzusetzten, dass die zehn Millionen Euro auf gar keinen Fall über-, sondern unterschritten werden."
Features
PYRAMIDENKOGEL
Das Projekt. Wäre es nach den Plänen von Bürgermeister Gerhard Oleschko gegangen, hätte der Neubau für den Pyramidenkogel im Herbst des Vorjahres beginnen sollen. Das Zehn-Millionen-Euro-Projekt wurde aber bis dato - aufgrund der Gegenstimmen - nicht umgesetzt.









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