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Zuletzt aktualisiert: 21.12.2011 um 05:10 UhrKommentare

Rosental in Angst vor Tierquäler

Seit zehn Jahren schlitzt ein "Vollmond-Täter" Schweine auf. Ein Landwirt wurde sogar schon zwölf Mal heimgesucht. Polizei tappt im Dunkeln.

Der Weizelsdorfer Landwirt Seppi Zausnig hat seinen Schweinestall mittlerweile mit einer Alarmanlage gesichert

Foto © Weichselbraun Der Weizelsdorfer Landwirt Seppi Zausnig hat seinen Schweinestall mittlerweile mit einer Alarmanlage gesichert

So schnell wird der Rosentaler Landwirt den grausamen Anblick wohl nicht vergessen, der sich ihm Sonntag früh in seinem Schweinestall bot. Eine Muttersau lag blutüberströmt in einer Ecke. Auch die anderen zehn Muttersauen in dem Stall waren blutverschmiert. "Zuerst dachte ich, alle Tiere sind verletzt. Dann sah ich, dass das viele Blut von einem Tier kam", sagt der Landwirt aus Weizelsdorf (Feistritz im Rosental) - noch sichtlich mitgenommen. Das Tier war, wie berichtet, tödlich mit einem Messer im Genitalbereich verletzt worden.

Zwölf Attacken in zehn Jahren

Diesen Anblick kennt Schweinezüchter Seppl Zausnig, der nur wenige hundert Meter entfernt wohnt, leider zu gut. Bei ihm hat der Tierquäler in den vergangenen zehn Jahren zwölf Mal zugeschlagen. "Der Tierquäler verfolgt dabei immer dasselbe Prinzip: Ein Schnitt von der Scheide bis zum Oberschenkel. Einige Tiere konnten wir retten, andere sind verblutet", sagt Zausnig. Das letzte Mal, als sich der Unbekannte nachts in den Stall des 69-Jährigen schlich, liegt nur wenige Monate zurück. "Mittlerweile haben wir eine Alarmanlage, lassen Licht im Hof und machen vor allem bei Vollmond nächtliche Rundgänge. Der Tierquäler hat nämlich meist zu Vollmond zugeschlagen", erzählt der Bauer.

Aufrüsten

Sonntagnacht hat sich der Tierquäler einen anderen Stall ausgesucht. Der betroffene Landwirt will jetzt aufrüsten: "Alarmanlage, Bewegungsmelder und Kontrollgänge mit dem Hund sollen den Tierquäler abschrecken." Doch die Angst bleibt. "Wer weiß, was diesem kranken Menschen noch einfällt?", fragt sich nicht nur Zausnig. Obwohl er fast alle Vorfälle angezeigt hat, ist der Tierquäler noch immer auf freiem Fuß.

Die Polizei versichert, dass die Ermittlungen auf Hochtouren laufen. "Wir tappen im Dunkeln. Deshalb bitten wir die Bevölkerung um Mithilfe", sagt Alfred Fina, Bezirkspolizeikommandant von Klagenfurt-Land. Hinweise an die Feistritzer Polizei unter Telefon 059133-2104.

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