Archäologischer Park Magdalensberg, Magdalensberg
Der Magdalensberg ist eines der größten archäologischen Grabungsstätten in Österreich.
Foto © APA/Newald (Archivbild) Jüngling vom Magadalensberg
Inmitten des Kärntner Zollfeldes erhebt sich der markante Magdalensberg. 1502 wurde zufällig ein großartiger Fund gemacht, man fand eine lebensgroße männliche Bronzestatue. Der nackte Jüngling erregte besonderes Aufsehen. In den folgenden Jahren wurden immer mehr Funde gemacht. Weitere Ausgrabungen brachte eine große Siedlung zum Vorschein. In den Ruinen auf dem Magdalensberg sah man eine "Villenkolonie" der Hauptstadt der römischen Provinz Noricum, des Municipium Claudium Virunum. Weiter Forschungen zeigten jedoch, dass die Anlage zeitlich keineswegs der dieser Villen-Stadt entspricht. Die Gemäuer wurden noch älter geschätzt.
Heute. Eine ehemals rund 2,5 Quadratkilometer große städtische Siedlung aus spätkeltisch-frührömischer Zeit bildet die Basis für eine der größten archäologischen Grabungsstätten Österreichs. Ein fast drei Hektar großes Freilichtmuseum mit mehr als 22 in antiken konservierten Bauten eingerichteten Museen lädt zu einem Rundgang über das Forum und durch die Straßen der römischen Stadt ein.
Römerzeit. Beeindruckend sind die umfangreichen Baureste eines Kaiserkulttempels und administrativer Gebäude. Sie sind Zeugnisse der römischen Okkupation in der Zeit ab etwa 15 v. Chr. Händlerbauten am Rande des Forums sowie Werkstätten und Wohnbauten entlang der Straßen weisen ebenso wie Badeanlagen darauf hin, dass die Stadt auf dem Magdalensberg bereits um die Mitte des ersten Jh. v. Chr. der Mittelpunkt des Handels im Ostalpenraum gewesen war.
Museum. Nahezu sämtliche Grabungsfunde wie Keramik, Glas, Bronzen, Schmuck, Eisengeräte, Wandmalereien, Skulpturen und Grabsteine sind in den erwähnten Museen schwerpunktmäßig ausgestellt.
Kontakt
Telefon: +43 4224 22 55
E-Mail: magdalensberg@landesmuseum-ktn.at
Öffnungszeiten
Geöffnet: 01.04.2013 - 31.10.2013, Di-Sa 10:00 - 18:00 Uhr








