26-Jähriger soll eigene Mutter erstochen haben
Der Konflikt um Arbeitslosigkeit und Drogenkonsum soll zu der Bluttat in Pischeldorf geführt haben, bei der die 52-jährige Kroatin mit einem Küchenmesser erstochen wurde. Der 26-Jährige hatte zwei Tage neben seiner toten Mutter gelebt und währenddessen mehrere Selbstmordversuche verübt.

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"In dieser Familie hat es seit Jahren gekocht. Häusliche Gewalt stand auf der Tagesordnung und es war nur eine Frage der Zeit, dass so etwas passiert." Wahrnehmungen aus dem Bekanntenkreis eines kroatischen Ehepaars, welches mit seinen drei Kindern gut integriert seit vielen Jahren in Pischeldorf lebt.
Kein halber Kilometer trennt den Bungalow und das weitläufige Gelände von der örtlichen Polizeiinspektion. "Die Polizei war oft da, sehr oft", wird in der Nachbarschaft erzählt. Zuletzt gestern kurz nach Mitternacht. Mit Blaulicht und Folgetonhorn.
Der jüngste Sohn der dreifachen Mutter hatte über Notruf Alarm geschlagen. Er sei mit seiner Schwester im Ausland, auch der Vater sei verreist und er könne seit Dienstag weder die Mutter noch den älteren Bruder (26) erreichen, sagte der Jugendliche. Beim Haus angekommen bot sich den beiden Beamten der Sektorstreife ein schreckliches Bild. Die 52-Jährige lag blutüberströmt im Wohnzimmer. Der 26-Jährige verwirrt und mit mehreren verkrusteten Wunden neben ihr. Ermittler der Gruppe "Gewalt" im Landeskriminalamt nahmen noch in der Nacht ihre Arbeit auf.
Gestern wurde die Tote gerichtsmedizinisch obduziert. Das Ergebnis: Sie starb in der Nacht auf Dienstag an den Folgen von sieben Messerstichen in die Brust. "Ein Messer mit einer rund 20 Zentimeter langen Klinge wurde beschlagnahmt", sagt Oberst Gottlieb Türk, Leiter des LKA. Der mutmaßliche Täter ist der 26-jährige Sohn. Er habe sich das Leben nehmen wollen, unter anderem mit einer Motorsäge durch einen Schnitt in den Hals, heißt es. Ob der polizeibekannte Rauschgiftkonsument unter Einfluss von Drogenersatzmitteln stand, wird erst die toxikologische Untersuchung des Blutes zeigen. Der Beschäftigungslose sitzt wegen Mordverdachtes in U-Haft. "Wäre ich zu Hause gewesen, wäre das garantiert nicht passiert", sagte der Vater vor laufender ORF-Fernsehkamera. Gegenüber der Kleinen Zeitung wollte er sich nicht äußern.













