Start der Kulturwoche mit Freude über Dialog
Der Auftakt der 20. Kulturwoche der Kärntner Slowenen wurde am Dienstag im Casineum Velden gefeiert.

Foto © KLZ/HasslerViel Applaus bei der Eröffnung gab es für die Darbietungen der Partnerkindergärten Pörtschach und Na otrok aus Klagenfurt
"Ich bin ich und du bist du, wir gehen aufeinander zu." Diese Stimmung, ausgedrückt von den Kindern der Partnerkindergärten Pörtschach und Na otrok aus Klagenfurt, spürte man bei der Eröffnung der 20. Kulturwoche der Kärntner Slowenen im Casineum Velden, wo Organisator Peter Karpf als "Urgestein" im Volksgruppenbüro und Mitinitiator gewürdigt wurde. "Die Saat ist aufgegangen", so Landeshauptmann Gerhard Dörfler.
Für Velden sei die starke Volksgruppe ein Gewinn, meinte Gastgeber Bürgermeister Ferdinand Vouk, dem selbst der "Schatz" der slowenischen Sprache aus politischen Gründen nicht weitergegeben worden war. Doch heute spüre man Toleranz und Offenheit. Die gut gemeinte Initiative werde der Geschichte des Landes leider nicht gerecht, warf Schriftsteller Jani Oswald einen kritischen, aber mit viel Applaus bedachten Blick von außen auf das Ereignis.
Das hartnäckige Hintertreiben jeder Lösung in der Ortstafelfrage sei wahrlich kein Akt der Wertschätzung, sondern der Lächerlichkeit gewesen. Viele Orte, die wohl slowenisch genug gewesen waren, um Familien zu deportieren, seien heute nicht slowenisch genug für zweisprachige Ortstafeln. In der Vergangenheit habe es wahrlich oft an Dialog gefehlt, meint auch Ljudmilla Novak, Ministerin für Auslandsslowenen. Kärnten sei 2012 bei einer gemeinsamen Zukunft angelangt, so Dörfler, man habe aber noch viel aufzuholen.












