Turmneubau schon wieder verschoben
Am 1. April wurde der Pyramidenkogel geöffnet. Das Ausflugsziel bleibt im Sommer wie gehabt offen. Im Herbst wird dann der alte Turm gesprengt.

Foto © Nunner
Ursprünglich hätte der neue Turm auf dem Pyramidenkogel heuer im November fertig sein sollen. Doch daraus wird nichts. Im Sommer bleibt das Ausflugsziel, das am 1. April geöffnet wurde, wie gehabt offen. Im Herbst will man dann den alten Turm sprengen.
"Wir haben das schon im Vorjahr bei der Sitzung, als wir die Acht-Millionen-Euro-Variante beschlossen haben, gesagt", sagt der Keutschacher Bürgermeister Gerhard Oleschko (FPK). Denn ursprünglich hätte der Turmbau, der als "Leuchtturmprojekt für Kärnten" gedacht war und um den seit Jahren diskutiert wird, rund zehn Millionen Euro kosten sollen. Im Vorjahr wurde dann wie berichtet eine abgespeckte Variante beschlossen.
Albrecht Grießhammer von der Grünen Einheitsliste (GEL) in Keutschach sagt hingegen, dass von einem Baubeginn im Herbst nie die Rede gewesen sein soll: "Die Dringlichkeit der Sitzung damals wurde damit begründet, dass heuer im März Baubeginn sein sollte." Möglich wäre das gewesen, weil der neue Holzturm laut Grießhammer an einem anderen Standort als der alte geplant gewesen sei.
Dass der Turm stehen bleibt, sei laut Oleschko mittlerweile vom Tisch. Dieser soll nach der Sommersaison gesprengt werden. Grießhammer mutmaßt, dass man sich nun doch für den ursprünglichen Standort des Turmes entschieden haben könnte: "Wenn das so ist, bräuchte man aber wieder einen Gemeinderatsbeschluss, denn wir haben damals einen integrativen Bebauungsplan beschlossen." GEL, SPÖ, BZÖ und der Kärntner Grünen-Sprecher Rolf Holub haben sich für eine Sanierung des bestehenden Turms starkgemacht, erhielten von ÖVP und FPK aber eine Absage. Das acht Millionen Euro teure Projekt wurde inzwischen auch vom Land abgesegnet.
Finanziert wird der Bau durch eine Förderung vom Land, einen Kredit der Kärntner Tourismusholding (KTH) und von der Gemeinde, die 3,5 Millionen Euro investiert. Während sich der alte Turm im Besitz der Gemeinde befindet, soll der neue so lange der KTH gehören, bis der Kredit abbezahlt ist.













