Kärntner Holzhäuser für Italien
Italiener entdecken zunehmend die Vorteile der Holzbauweise in ihrem Land. Davon können in erster Linie Kärntner Holzbau- und Fertighausfirmen profitieren.
Es war ausgerechnet das verheerende Erdbeben in den Abruzzen, das dem mehrgeschossigen Holzbau in Italien zum Durchbruch verholfen hat. Da haben die Italiener, die ihre Häuser traditionell in Stein-, Ziegel und Betonbauweise errichtet hatten, die Vorteile der Holzbauweise erst erkannt.
"Mit der Errichtung der dreigeschossigen Häuser wurde im Sommer begonnen, noch vor dem Winter konnten die Menschen einziehen", erzählt Sieglinde Weger, die die Projekte von proHolz für Italien leitet. Donnerstag wurde in Pörtschach eine von "Promo legno", der italienischen Kooperation von proHolz, in Auftrag gegebene Studie über die Potenziale des Holzbaus in Italien vorgestellt. Und die sind erfreulicherweise enorm: In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Marktanteil verfünffacht. Waren es im Jahr 2005 noch geschätzte 1000 Wohneinheiten in Holzbauweise, sind es heute 5000, die vielen Erdbebenwohnungen in den Abruzzen nicht mitgerechnet. Bis 2015 sollen 8000 Einheiten errichtet werden, eine Steigerung zu 2010 um 50 Prozent.
Davon kann vor allem das Holzland Kärnten in guter Nachbarschaft profitieren. "Kärnten als traditionelles Holzexportland hat jahrelange Verbindungen zu Italien aufgebaut. Das macht sich jetzt bezahlt. Mit Kärntner Holz verbinden die Italiener Qualität", versichert die Südtirolerin. 80 Prozent aller Wohneinheiten sind Einfamilienhäuser. Wenn sich auch in Italien bereits eine namhafte Fertighausproduktion etabliert hat, so sind die Chancen von Kärntner Fertigteilhauserzeugern optimal. "Die Häuser werden von Bozen bis Palermo gebracht", so Weger. Die Italiener sind vor allem von den guten Eigenschaften des Holzes bei heißen Temperaturen überrascht. Weger: "Holz hat beste Eigenschaften auch bei Hitze."
Italiener entdecken zunehmend die Vorteile der Holzbauweise in ihrem Land. Davon können in erster Linie Kärntner Holzbau- und Fertighausfirmen profitieren.














