Kärnten Werbung verstärkt Aktivitäten in Deutschland
Die Kärnten Werbung wird den Fokus ihrer Werbeaktivitäten künftig auf die Kernmärkte legen: Deutschland, die Niederlande, Italien und der Heimatmarkt Österreich. Diese vier Länder sind für 91 Prozent der Nächtigungen in der Sommersaison verantwortlich.

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Die Kärnten Werbung fokussiert ihre Bemühungen, mehr Urlauber ins Land zu bringen, auf ihre Kernmärkte. Wie Geschäftsführer Christian Kresse am Montag bei einem Pressegespräch in Krumpendorf erklärte, habe man die Werbeaktivitäten in Deutschland verstärkt. Besonderes Augenmerk lege man zudem auf den Heimmarkt Österreich, auf die Niederlande und Italien. Diese vier Länder sind für 91 Prozent der Nächtigungen in der Sommersaison verantwortlich.
Kresse, seit knapp einem Jahr im Amt, will mit einer einheitlichen Werbelinie, in die auch die Regionen eingebunden sind, und buchbaren Angeboten dem Negativtrend entgegenwirken. Im vergangenen Sommer musste Kärnten einen Nächtigungsrückgang von 3,7 Prozent hinnehmen. Vor allem die deutschen Gäste bleiben aus; "Wir haben viele Millionen Gästenächtigungen aus Deutschland verloren, das ist aber nicht nur ein Marketingproblem, sondern eine völlige Veränderung des Verhaltens der deutschen Urlauber", erklärte der Kärnten-Werbung-Geschäftsführer. Inzwischen würden mehr Deutsche auf Urlaub nach Polen fahren als nach Österreich, das zur Zweit- oder Drittdestination geworden sei.
"Das Reiseverhalten hat sich dramatisch verändert, deshalb müssen wir auch entsprechend reagieren", so Kresse. Die Werbelinie müsse für Deutschland auch mit anderen Schwerpunkten gefüllt werden als etwa für den österreichischen oder italienischen Markt. Die neue Werbelinie "Lust am Leben" soll dabei helfen, insgesamt werden rund 3,5 Mio. Euro in die Sommerkampagne investiert, für das Eventmarketing kommen noch einmal 1,2 Mio. Euro dazu. Generell soll aber die Finanzierung von Events zurückgefahren werden, gegenüber dem Vorjahr hat man hier bereits 200.000 Euro eingespart, die ins klassische Marketing fließen.
Einiges erhoffen sich die Touristiker auch vom neuen Kärntner Tourismusgesetz. Dieses wird laut dem zuständigen Landesrat Josef Martinz (V) in dieser Woche in die Begutachtung geschickt, es soll klarere Strukturen und einheitliche Organisationsformen bringen. Der Fluss der Geldmittel soll ebenso gesetzlich geregelt werden wie die Aufgaben- und Kompetenzverteilung zwischen den Gemeinden bzw. deren Tourismusämtern, den Regionen und der Kärnten Werbung.
Was die Situation für die Kärntner Touristiker nicht eben leichter macht, ist die Tatsache, dass im heurigen Sommer gleich drei der wichtigsten deutschen Bundesländer, nämlich Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, gleichzeitig Ferien haben, und zwar Ende Juli. Dadurch ist eine Konzentration auf den August zu erwarten, was im Juli wiederum Auslastungsprobleme mit sich bringen könnte.













