Neuer Anlauf mit "Spar-Turm"
Der Aussichtsturm auf dem Pyramidenkogel soll um zwei Millionen Euro billiger werden. Wie abgespeckt wird, ist aber noch offen.

Foto © Visualisierung H. KramerSo könnte der neue Turm aussehen
Der Pyramidenkogel soll nun doch als Holz-Stahl-Konstruktion neu gebaut werden. Allerdings soll das Projekt nur acht statt der ursprünglich veranschlagten zehn Millionen Euro kosten. Die Adaptierung des Ausflugszieles zum sogenannten "Energieturm" um 2,9 Millionen Euro ist damit wohl gestorben: Die ÖVP Keutschach hat sich nämlich durch die plötzlich mögliche Einsparung von zwei Millionen Euro für den Neubau von der sogenannten "Koalition der Vernunft" verabschiedet. Dieser gehörte sie zwischenzeitlich mit SPÖ, BZÖ und Grüner Einheitsliste an. Nun will die ÖVP Bürgermeister Gerhard Oleschko (FPK) doch die nötige Mehrheit im Gemeinderat für das Ja zum Neubau verschaffen. Zwischenzeitlich war Oleschko die Mehrheit im Gemeinderat, wie berichtet, los, das Projekt lag auf Eis. Ein Jahr wurde aufgrund des Streites gar nicht gehandelt.
4,5 Millionen bei Gemeinde
Keutschach soll beim neuen Modell zwei statt wie bisher geplant vier Millionen Euro per Kredit finanzieren. Dazu kommen aber 2,5 Millionen Euro von der Kärntner Tourismusholding, die die Gemeinde mit 2500 Einwohnern ebenso zurückzahlen muss - zum Zinssatz von zwei Prozent, wie Oleschko bestätigt. 4,5 Millionen Euro steuert Keutschach so insgesamt bei, je eine Million Euro kommen aus Bedarfszuweisungen und dem Zukunftsfonds und noch einmal 1,5 Millionen Euro als Sonderbedarfszuweisung des Landes.
Der Holz-Stahl-Turm wird also abgespeckt. SPÖ-Gemeindevorstand Mario Kamnik bleibt aber dabei, "dass 4,5 Millionen Euro zu viel für unsere Gemeinde sind. Bei der Idee der Opposition namens ?Energieturm' für 2,9 Millionen wäre vom Parkplatz bis zur Turmspitze alles finanziert."
Wo beim Turm, dessen Baustart eigentlich schon im Herbst 2010 erfolgen sollte, eingespart wird, ist noch unklar: "Was es weniger geben wird - vielleicht ein ebenerdiges statt eines Restaurants auf dem Turm, oder die Konstruktion wird etwas niedriger - muss der Gemeinderat erst entscheiden", so Gemeindereferent Josef Martinz (ÖVP). 100 Meter hoch sollte der neue Turm werden, die oberste Plattform auf 83 Metern liegen.
"Vernünftiger Kompromiss"
Wird die ursprünglich geplante Rutsche gestrichen, wann wird der Spatenstich erfolgen? "Wir wollen die Zukunft Keutschachs sichern. Die reduzierte Lösung ist die bestmögliche", bleibt der Bürgermeister kryptisch. ÖVP-Gemeinderat Michael Holliber freut sich jetzt jedenfalls über einen "vernünftigen Kompromiss". Auch müsse "der Gemeinderat, sollte es Änderungen geben, künftig eingebunden werden".
"Seitens des Landes hoffen wir jetzt auf einen möglichst raschen Baustart", sagt Finanzreferent Harald Dobernig (FPK). Würden alle Gemeinderatsbeschlüsse rechtzeitig erfolgen, sei der Baustart noch nach der heurigen Sommersaison möglich.













