Schwäne starben nicht an Vogelgrippe
In den vergangenen zwei Wochen starben 15 Schwäne im Ferlacher Stausee. Vogelgrippe wird ausgeschlossen. Selbst Experten mutmaßen über Ursachen.

Foto © FF KirschentheuerEtliche geschwächte Schwäne finden bei der Freiwilligen Feuerwehr Kirschentheuer Unterschlupf: Sie werden aufgepäppelt
Der Tod von 15 Schwänen in den letzten zwei Wochen im Ferlacher Stausee wurde nicht durch eine virale Erkrankung wie die Vogelgrippe hervorgerufen. Das ergab eine veterinärmedizinische Untersuchung in Wien. "Die Kadaver wurden aber nur auf Virusinfektionen getestet. Aufschluss über andere Ursachen könnte eine Überprüfung bei der landesveterinärmedizinischen Untersuchungsanstalt in Ehrental geben", sagte die Kärntner Tierschutzombudsfrau Ingrid Fischinger. Dass die Schwäne ausschließlich an Unterernährung verendet sind, kann sie sich nicht vorstellen. "Möglicherweise wurde neben Futtermangel der Parasitendruck zu groß."
Auch Werner Petutschnig, Vogelexperte in der Naturschutzabteilung des Landes, kann nur Mutmaßungen anstellen. Er glaubt, dass die "Tiere geschwächt waren, weil es wenig Futter gab, und dass noch eine zweite Sache dazugekommen ist". Höckerschwäne sammeln sich im Winter an eisfreien Stellen, wo sie Unterwasserpflanzen aufnehmen. Fehlt das Nahrungsangebot, ziehen sie weiter. Walter Mohl, seinerzeit für den WWF tätig, kennt die Drau bei Glainach gut und meint, dass die Äsungsflächen in kurzer Zeit abgegrast sind. "Dann verhungern Tiere", sagt Mohl, der Tierschützern und Jägerschaft vorwirft, hier nicht durch Zufüttern Schlimmes verhindert zu haben.
"Wenn man füttert, dann nur kurze Zeit, und zwar altes Brot und Getreideschrot", sagt Petutschnig, der Befürchtungen, die Population könnte so massiv steigen, entkräftet. "Laut Wasservogelzählungen ist der Bestand seit Jahren stabil."













