Müllgebühren werden in Ebenthal um 20 Prozent teurer
Gemeinderat beschloss mehrheitlich die Tarifanhebung. Dieser folgt eine Beschwerde bei der Gemeindeaufsicht.
EBENTHAL. Die nächsten sieben Jahre müssen die Ebenthaler tiefer in die Tasche greifen. Denn im Gemeinderat beschlossen SPÖ, FPK und FPÖ eine Müllgebührenerhöhung um 20 Prozent. Bürgermeister Franz Felsberger (SPÖ) rechtfertigt den Beschluss damit, dass es seit 1995 keine Erhöhung gab. "Wir haben die steigenden Entsorgungskosten mit Rücklagen aufgefangen, zuletzt waren es 40.000 Euro." Deshalb wurde mit der laut Felsberger "seit Jahren bewährten Entsorgerfirma" wieder ein Siebenjahresvertrag für die Hausabholung und einen für die Betreibung des Wertstoffsammelzentrums in Ebenthal unterzeichnet. "Außerdem investieren wir heuer 120.000 Euro in die Adaptierung des Wertstoffsammelzentrums."
Bei Gemeinderäten der ÖVP und Bürgerliste "Wir Ebenthaler" stößt der Beschluss auf Unverständnis: "Weder der Bürgermeister noch der Umweltreferent haben Gegenangebote eingeholt. Zudem kommt, dass ein Neuvertrag ausgeschrieben hätte werden müssen", wettert Max Felsberger von der Bürgerliste. ÖVP und Bürgerliste haben jetzt eine Aufsichtsbeschwerde bei der Gemeindeaufsicht eingereicht. Dem Ergebnis sieht Bürgermeister Felsberger jedoch "gelassen entgegen".
KERSTIN OBERLECHNER












