Wieder Konflikt um private Pflegestelle
In Schiefling wurde eine Pflegestelle entdeckt, in der zwei Personen mit hohen Pflegestufen nicht adäquat versorgt werden können. Sozialreferent Christian Ragger (FPK) ordnete behördliche Maßnahmen an.

Foto © APA
Nach dem Wirbel um ein illegales Pflegeheim in Pörtschach ist gestern erneut eine private Pflegestelle ins Visier von Soziallandesrat Christian Ragger (FPK) geraten. In dem Heim in Schiefling seien zwei Pfleglinge mit hohen Pflegestufen so "inadäquat versorgt" worden, dass Sachverständige von "gefährlicher Pflege" sprechen würden, teilte Ragger mit. Als erste Maßnahme wurde auf Kosten der Betreiberin eine diplomierte Pflegekraft beauftragt, die Senioren mit der Pflegestufe sechs und vier zu betreuen. Ragger will die Betroffenen "sobald wie möglich" in ein Pflegeheim verlegen lassen.
"Leider ist auch diese Betreiberin uneinsichtig. Aber ich gehe davon aus, dass sie ihre Meinung rasch ändern wird, wenn sie erkennt, welche Konsequenzen ihre illegale Vorgangsweise hat", erklärte Ragger. Erst Anfang Dezember hatte Ragger in einem ähnlich gelagerten Fall eine Pflegestelle in Pörtschach schließen lassen wollen. Er scheiterte am Protest der Angehörigen.
Die Betreiberin des Pörtschacher Heimes hatte sich über ihren Rechtsanwalt Ferdinand Lanker verteidigt, dass sie "kein illegales Pflegeheim betrieben und keine illegalen Maßnahmen" gesetzt habe.
Features
Foto

Christian RaggerFoto © Eggenberger












