Büffel kosteten 100.000 Euro
100.000 Euro wurden für den Kauf der Büffel, den Transport, die Zäune, die Energie, den Vieh-Unterstand, die Fütterung und das wissenschaftliche Monitoring ausgegeben. Das gescheiterte Projekt regt auf.

Foto © APA/Stringer (Sujetbild)
Glücklich und zufrieden grasen Leo & Co. auf der Wiese einer Büffelfarm bei Oldenburg in Norddeutschland. Die vier Wasserbüffel, die vor einigen Tagen aus dem Keutschacher Moor abtransportiert wurden, haben ein neues Zuhause gefunden. Wie berichtet, beendete das Land das Naturschutzprojekt.
Jetzt liegen erstmals konkrete Zahlen vor. "Seit 2007 wurden rund 100.000 Euro in das Projekt investiert", heißt es aus dem Büro des zuständigen Naturschutzreferenten Uwe Scheuch. Eine genaue Kostenaufstellung wird "aus Datenschutz"-Gründen nicht veröffentlicht. Bekannt sind die Anschaffungskosten. Je 600 Euro für fünf weibliche und zwei männliche Büffel. Der Transport vom Nationalpark Neusiedler nach Keutschach schlägt mit 1150 Euro zu Buche.
Was ist mit den fast 95.000 Euro, die noch fehlen? Die wurden für Zäune, Energie, einen Vieh-Unterstand, Fütterung und wissenschaftliches Monitoring ausgegeben. Nachdem eine EU-Förderung abgelehnt worden war, hatte das Land genug. "Weil die Kosten in keinerlei Relation zum Nutzen stehen!" Ziel des Projektes war es, das Zuwachsen des Moorgebietes zu bremsen. Die Frage, warum die Büffel einfach verschenkt wurden, bleibt offen. Drei Tiere sind weiterhin in Keutschach. Gemeinde und ein Landwirt könnten das Projekt weiterführen.













