Ferlachs Geschichte in einem Buch
Fünf Jahre recherchierte Rainer Adamik (71) aus Ferlach an einer Chronik über seine Wahlheimat.
FERLACH. Zwar ist Rainer Adamik ein gebürtiger Klagenfurter, aber sein Herz schlägt eindeutig mindestens gleich stark für Ferlach. "Ich fühle mich hier so wohl, dass ein Umzug kein Thema ist", sagt Adamik, der mit seiner Frau Renate im Zentrum von Ferlach wohnt.
Im Jahr 1968 zog er in die Büchsenmacherstadt und unterrichtete an der HTL "Mechanik". Seit der Pensionierung hat der fünffache Großvater, der sich selbst als "begeisterter Opa" sieht, die Funktion des Kulturringobmannes übernommen. Fünf Jahre lang hat der 71-Jährige die verschiedensten Rosentaler Archive im Bereich der Stadtgemeinde nach für ihn historisch interessanten Informationen durchstöbert. Zusätzlich interviewte Adamik noch an die hundert Zeitzeugen der vergangenen 70 Jahre, ein Original ist der wohl letzte lebende Bergmann des Bergbaues in Windisch Bleiberg. Erlebte Geschichten ergänzen die "Ferlacher Chronik" mit viel Bildmaterial. Nachlesen lässt sich auch, dass ein amerikanischer Fallschirmspringer, der im Zweiten Weltkrieg auf Ferlacher Boden landete, von einer Einheimischen mit Essen versorgt wurde. Die Chronik kann man im Ferlacher Gemeindeamt um sieben Euro kaufen. STEPHAN SCHILD














