Hochzeit mit grotesken Hindernissen
Seit einem Jahr wollen Claudia und Jan (mit ihren Kindern) in Moosburg heiraten. Doch das Schicksal und einige Gastronomie-Unternehmer bieten ihnen reihenweise schlechte Scherze.

Foto © Kleine Zeitung/KoscherClaudia Kunz, Jan Peters, Eric (2) und Elise (9 Monate)
Als Claudia Kunz und Jan Peters 2009 in Moosburg heiraten wollen und schon 1000 Euro angezahlt hatten, ging arte catering pleite, Geld und Hochzeit waren futsch. Das Geld für immer, die Hochzeit soll(te) heuer nachgeholt werden. Dass der Eindruck entstehen kann, den beiden sei der Ort der Hochzeit wichtiger als die Hochzeit selbst, bringt die Pharma-Personalmanagerin zum Lachen: "Wir heiraten nur standesamtlich und hätten gerne die Atmosphäre von Schloss Moosburg. Den schönen Saal, Platz für 90 Gäste, die Kinder können schlafen, während wir feiern und der Standesbeamte war bereit, uns im Schloss zu trauen. Es gab keine Alternative."
Aber jede Menge Ärger. Geschäftspartner Nummer eins, arte catering, hatte sich bereits in den Konkurs verabschiedet. "Dann verhandelten wir mit einer Frau C., die keinen Nachnamen hatte, aber 1600 Euro für den Raum und 300 Euro für die Wiese haben wollte, auf der wir gestanden hätten." Es kam der nächste Verhandler, B., "mit dem wir uns schon halbwegs vernünftig geeinigt hatten. Dann gab es drei Monate keinen Vertrag, er war telefonisch nicht erreichbar, die Internetadresse www.schloss-moosburg.at war gesperrt."
Pannen-Parade
Weiter geht's in der vorhochzeitlichen Pannen-Parade. Claudia Kunz: "Dann verhandelten wir mit dem Subpächter, der sagte, Vorgänger B. sei mit allen Unterlagen abgehauen. Ende April waren wir uns mit dem Neuen einig, haben den Vertrag gekriegt und wollten nur noch einmal das Essen und den Wein verkosten." Ein gewisser Christian L. kam ihnen zuvor. "Er rief uns an, sagte, dass wir ihn nicht kennen, er wisse aber, dass wir zwei Wochen nach ihm auf Schloss Moosburg heiraten wollten. Er hatte das gleiche Schicksal durchgemacht. In dem Gespräch dachten wir, wir telefonieren mit uns selbst." Kunz' Versuche, den Subpächter zu erreichen, waren vergeblich. "Was mich ärgert: Hätte dieser Christian uns nicht angerufen, dann wüssten wir nichts von den neuen Problemen." Die sollen auf einen Streit zwischen Subpächter und Pächter um einen Wasserschaden zurückgehen. Kunz hofft, dass der Kleine Zeitung-Artikel "die Herren zur Vernunft bringt. Irgendeine Versicherung wird den blöden Schaden ja wohl bezahlen können." Ob die Widrigkeiten ein schlechtes Omen für die Noch-nicht-Ehe sind? Das beantwortet Kunz mit gezählten sechs "Nein!" Wäre ja auch gelacht...












