Infoabend beruhigte Kritiker nicht
Der Neubau des Turms am Pyramidenkogel sorgt weiterhin für Diskussionen. Finanzierung stand im Mittelpunkt des Infoabends im Keutschacher Schlossstadel.

Foto © Schauer
Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen", sagte einst der österreichische Komponist Anton Bruckner und sollte recht behalten. Ein gut gefüllter Schlossstadel war am Donnerstag Schauplatz der ersten offiziellen Infoveranstaltung zum Pyramidenkogel Neu. Hunderte besorgte Keutschacher waren gekommen, um bei der emotionsgeprägten Diskussion dabei zu sein.
"Die Turmsanierung, die aus Sicherheitsgründen dringend notwendig ist, würde 4,25 Millionen Euro kosten", so Gutachter Andreas Kuchling, der erklärte: Eine Sanierung mit neuer Basis und Kaffeehaus käme auf 8,4 Millionen Euro und wäre nur geringfügig billiger als der Neubau um geplante 10 Millionen. Ob es denn bei der kolportieren Summe bleibe, wollte Alexander Kurasch wissen. Die prompte Antwort des Chefs der Kärntner Tourismus Holding (KTH), Friedrich Morri: "Ich kann mich nur auf die Expertenmeinungen verlassen."
Steuerberater Herbert Matschek beteuerte die Rentabilität: "Bei 130.000 Besuchern, sind 150.000 Euro an Einnahmen zu erwarten." Das könne man anhand von Zahlen der letzten Jahre annehmen. Hierbei wurde die Frage nach der geplanten Rutsche laut. "Sie sollte mitgebaut werden, ist aber noch nicht fix", so Morri. Architekt Markus Klaura wies darauf hin, dass die Rutsche erst geprüft werden müsse. Eine definitive Zusage blieb aus.
Weiterhin skeptisch
Die Turmgegner befürchten, das Angebot von KTH und Land annehmen zu müssen: "Offensichtlich versucht man es mit Druck", sagt Albrecht Grießhammer. Rechtsanwalt Michael Sommer dazu: "Die Gemeinde zahlt 333.000 Euro und bekommt einen Turm im Wert von Millionen."
Die Keutschacher bleiben weiter skeptisch, ob ein Neubau notwendig ist. Der Ruf nach Alternativen wird lauter. Für Projektleiter Hans Steiner ist klar: "Wird nichts getan, ist die Schließung unausweichlich."














