Der Schock sitzt tief in Handball-Ferlach
Nach dem Abstieg aus der Bundesliga ist in Ferlach Wiederaufstieg das erklärte Ziel.

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Nach der bitteren Niederlage gegen Hollabrunn und den dadurch besiegelten Abstieg aus der Bundesliga regiert in Handball-Ferlach der Frust. "Der Abstieg ist sehr, sehr schade. Dennoch dürfen wir den Kopf nicht in den Sand stecken", sagte Obmann Walter Perkounig senior, der ob eines Krankenhaus-Aufenthalts, das Match am Internet-Liveticker verfolgte.
"Wir waren im Abstiegs-Play-off zu überheblich und haben es nicht mehr geschafft, den Hebel im Kopf umzulegen", findet Perkounig die Begründung für den Fall in die Regionalliga.
Tatsächlich lieferten die Ferlacher eine "eigenartige", Saison, die nach sieben Jahren Bundesliga zum Abschied aus dieser führte: Einer Niederlagenserie zu Beginn, folgte ein Hoch, sogar das Aufstiegs-Play-off schien in Reichweite. Der erneute Einbruch folgte im Abstiegs-Play-off , selbst der Zug an der Reißleine ein Trainerwechsel, verfehlte die gewünschte Wirkung. Ob es ein Fehler war mit fünf Legionären im Kader (nur vier durften spielen) zu arbeiten? "Wir hatten zwar ein Legionärs-Team, aber die heimischen Spieler bekamen genügend Einsätze", betont Perkounig.
Was die Zukunft anbelangt, will sich der Klubboss in den zehn nächsten Tagen ein Bild machen, erste Gesprächen finden am Montag statt: "Wir wollen mit einem starken Team rasch den Wiederaufstieg schaffen." An eine kürzlich diskutierte Spielgemeinschaft mit dem HC Kärnten glaubt Perkounig nicht. Vielmehr will man in Ferlach, um Legionär Dino Poje und Kapitän Christian Koschu (Bild) eine konkurrenzfähige Mannschaft aufbauen.
Ein weiteres Fragezeichen steht nach dem Abstieg hinter dem, vom SC Ferlach initiierten und erfolgreichen Schulprojekt, das vor wenigen Tagen 23 Schülerteams in die Halle lockte. Offen ist, ob das Projekt ohne Bundesliga finanzierbar ist.















