Energiegeladene Wiener Klassik
KSO unter Ernest Hoetzl und ein exzellenter Carlo Grante.
Unerwartet ist Carlo Grante wegen einer kurzfristigen Absage die Partnerin für das Konzert für zwei Klaviere von Mozart abhanden gekommen. Also musste man quasi im letzten Moment umdisponieren und setzte das Klavierkonzert KV 449, ebenfalls von Mozart, das der italienische Pianist erst kürzlich auf CD aufgenommen hatte, an: Grante, ein exzellenter Techniker, der zu den führenden Pianisten seines Landes zählt, konnte mit zurückhaltender Grandezza, großer Stilsicherheit und makelloser Fingerarbeit bei den gegensätzlichen Themengruppen und den überraschenden harmonischen Wendungen des Werkes punkten. Obwohl nur mehr eine Probe möglich war, erwies sich das Kärntner Sinfonieorchester unter Ernest Hoetzl, der den Abend im Klagenfurter Konzerthaus auch kompetent und launig moderierte, als umsichtiger Begleiter.
Die "melodienreichste, gefälligste und fasslichste unter allen seinen Symphonien", wie sie einmal bezeichnet wurde, die 7. Symphonie von Beethoven erklang dann im KSO unter dem stets befeuernden Dirigenten: zwar nicht immer mit der idealen Sensibilität, aber ungemein energiegeladen, mit flotten Tempi, federnd, ja beinahe furios speziell in den Ecksätzen, mit vielen dynamischen Abstufungen besonders beim berühmten Trauermarsch.
Quasi als Aufwärmübung erlebte man die nur anfänglich etwas schwerfällig, dann jedoch sehr duftig musizierte Symphonie "Der Philosoph" von Joseph Haydn, die den Beinamen "philosophisch klingender" musikalischer Disput des Horns mit dem Englischhorn erhielt.
Großer Jubel für diese Benefizveranstaltung der Rotarier: für den Bau eines Pavillons für Schwerstbehinderte im Marienhof in Maria Saal.
Wiederholung: Heute, 19.30 Uhr, Konzerthaus Klagenfurt. Ausverkauft














