Toter lag nach Unfall zwei Monate in Schlucht
Ein Pensionist stürzte Anfang Oktober mit seinem Auto am Loiblpass 100 Meter in eine Schlucht. Donnerstagvormittag wurde das Unfalldrama zufällig entdeckt.

Foto © Kleine Zeitung/Erwin Scheriau
Wochenlang haben die Angehörigen verzweifelt nach dem Pensionisten gesucht. Am Donnerstag wurde es traurige Gewissheit: Der 61-jährige Suetschacher war Anfang Oktober mit seinem Mazda von der Loiblpass Bundesstraße abgekommen und dann über 100 Meter in Richtung Tscheppaschlucht abgestürzt. Er wurde aus dem Auto geschleudert und dürfte sofort tot gewesen sein.
Seilbergung
Zwei Monate lang lag der tote Pensionist neben dem Wrack. Gestern wurde das Unglück von Arbeitern der Straßenmeisterei zufällig entdeckt. Am frühen Nachmittag barg der Polizeihubschrauber die Leiche mittels Seil aus dem steilen, unwegsamen Gelände. Das Wrack konnte noch nicht geborgen werden. Der Rosentaler war Anfang Oktober in Richtung Slowenien unterwegs gewesen. Auf Höhe der Abzweigung Bodental geriet er mit seinem Wagen offenbar ins Schleudern. In der Folge kam er auf die Gegenfahrbahn, wo das Gelände extrem steil abfällt. "Das Auto flog dann durch die Luft und krachte dabei in zwei Bäume", sagt Chefinspektor Alfred Fina vom Bezirkspolizeikommando Klagenfurt-Land. Der Pensionist, dessen Ehefrau war erst vor einem Jahr verstorben war, wurde von seinem Sohn als vermisst gemeldet. "Wir haben mehrmals nach ihm gesucht. Vor allem im Bereich Karawanken, weil wir wussten, dass er gerne in den Wald spazieren geht. Und die Kollegen in Slowenien waren ebenfalls verständigt worden", sagt Fina. Doch alle Suchaktionen verliefen im Sand.
Als die Einsatzkräfte gestern an der Unglücksstelle waren, entdeckten sie in der Nähe noch weitere Wrackteile. Diese gehören zu einem Jeep, welcher vermutlich aus der Kriegszeit stammt. Zudem wurden Patronen gefunden. Ob der Entminungsdienst kommen muss, ist noch unklar.












