kultur.raum.kirche startet am Freitag
Teil 2 von kultur.raum.kirche: Das "Nicht-Festival" bereitet ab Freitag wieder Wege zur geistlichen Musik. Mit dabei: "Le Tendre Amour", Ingolf Wunder und "Amarcord".
Ein Blick auf den Konzertplan zeigt: "Amarcord" ist gefragt. 2009 gastierte das Vokalquintett in Deutschland ebenso wie in Israel, Holland, Kanada, Korea und den USA. Und dazwischen eingebettet: Maria Saal. Die fünf Mannen gelten "so ein bisserl als Shootingstars", weiß Stefan Schweiger, der sie für Teil zwei seines "Nicht-Festivals" kultur.raum.kirche engagiert hat - zum Freundschaftspreis: "Wir haben uns vor einiger Zeit in Leipzig kennen gelernt. Normalerweise sind sie für uns nicht leistbar", so der umtriebige Maria Saaler Tontechniker. Mit einem Jahresbudget von 30.000 Euro heißt es vorsichtig zu planen, wobei der 37-Jährige - bekanntlich auch erfolgreicher Leiter der "Trigonale" - betont: "Wir sind sehr dankbar, dass wir dieses Geld bekommen."
Kommendes Wochenende knüpft man an Teil eins von kultur.raum.kirche an, das im Mai die Besucher im Maria Saaler Dom begeisterte. Unter anderem wurde da Günther Antesbergers "Beata es, Maria" in der Version für Gemischten Chor und Orgel uraufgeführt. Jetzt folgt die Fassung für Vokalquintett und Klavier. Amarcord kommt dafür überhaupt erstmals nach Österreich. Als Partner am Klavier fungiert der Kärntner Pianist Ingolf Wunder. Neben der Antesberger-Uraufführung stehen am Samstag Bach-Choräle, Spirituals sowie Kompositionen von Peter Cornelius auf dem Programm.
Gegenreformation
Den Auftakt von kultur.raum.kirche kommenden Freitag gestaltet diesmal ein französisches Ensemble, das Stefan Schweiger vor zwei Jahren beim styriarte-Osterfestival "Psalm" kennen gelernt hat: Le Tendre Amour entführt mit dem Programm "La divine préciosité" in das Frankreich der Gegenreformation, wo man Leute damit in die Kirche holte, dass man bei populären weltlichen Lieder die skandalösen Texte durch geistliche ersetzte. Damit man den Text auch wirklich versteht, wird Chris Pichler die Übersetzungen der extra für kultur.raum.kirche zusammengestellten Lieder rezitieren.
Ein bisserl was von allem gibt es übrigens am Freitag beim Kinder- und Jugendkonzert, außerdem kann man alle Künstler beim Festgottesdienst am Sonntag erleben. Wer sich vorher ein Bild von den Ensembles machen will, hat ab morgen die Gelegenheit dazu: Die Proben im und rund um den Maria Saaler Dom sind wieder öffentlich zugänglich - man muss nur der Musik folgen.
Features
kultur.raum.kirche
Programm: 6. Nov. Kinderkonzert (15 Uhr) und "La divine préciosité" mit Le Tendre Amour und Christ Pichler (19 Uhr). 7. Nov. "De profundis" mit Amarcord und Ingolf Wunder (19 Uhr). 8. Nov. um 10 Uhr Festgottesdienst mit den Künstlern.
Ort: Dom zu Maria Saal.
Karten
Karten zu 18 Euro (ermäßigt 10 Euro) online (siehe untenstehender Link) oder den dort angegebenen Partnern. Kinder & Jugendliche bis 16 Jahre Eintritt frei.














