Hugo Simon - ein Name, der immer zieht
Die heute beginnenden Pferde-Sporttage Maria Wörth sind prominent besetzt, doch einer gilt als besonderer Publikumsmagnet: Hugo Simon.

Foto © ReutersHugo Simon
Pressekonferenz im Casino Velden: an der Stirnseite des Raumes sitzt ein kleinerer Mann. Hugo Simon, das zeitlose Reit-Phänomen. Der gebürtige Deutsche, der für die Olympischen Spiele in München die österreichische Staatsbürgerschaft angenommen hat, wird im August 67 Jahre alt und sitzt noch immer im Sattel.
Karriere. Ausnahmekönner Simon hat mit Ausnahme von Olympia-Medaillen fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Den Herbst seiner Karriere sieht er locker, reitet nur dort, wo er wirklich möchte und sich keinesfalls Druck machen oder machen lassen. Deshalb kommt er auch zum dritten Mal - eine Auszeichnung für die Veranstalter - nach Maria Wörth.
Karriere. "Weil sich hier Reiten und Urlaub toll verbinden lassen", begründet der Reit-Evergreen, der mit zwei Pferden aus Mannheim angereist ist. Erst am Montag hätte er sich für einen Start in Kärnten entschieden, nachdem ihm der Arzt nach einer Lungenentzündung grünes gegeben hatte. Als ihn Simon fragte, warum gerade ihm so etwas passiere, erzählte er, hätte der Arzt gesagt: "Schau auf deinem Reisepass."
Elite. Was früher in Kärnten Tultschnig war, ist seit einigen Jahren Reifnitz: Österreichs Elite trifft hier auf starke ausländische Reiter. Im Mittelpunkt neben Simon stehen zwei Kärntner: Dieter Köfler, gerade österreichische Meister geworden und Gerfried Puck, der reitende "Holländer".
Relevant. Höhepunkte der Veranstaltung sind die vier Springprüfungen um die "Fei Rolex"-Weltranglistenpunkte und die Qualifikation für die EM Ende August in England. Ein Thema, das für Köfler nicht mehr relevant ist: "Ich glaub', ich bin schon qualifiziert." Neben dem Dreistern-Springevent gibt es erstmals ein Dreistern-Dressurturnier. U.a. mit dabei: der Kärntner Christian Schumach.
Features
Internationale Pferdesporttage
Reitsportzentrum Maria Wörth. St. Anna Straße 40, Reifnitz
Donnerstag bis Sonntag: über den Tag verteilt mehrere Bewerbe; Beginn 8 bzw. 9 Uhr. abends Dressurprüfung.
Samstag: 21 Uhr: Haflinger-Weltrekordversuch von Nicole Stangl.
Starterfeld: 250 Reiter aus 17 Nationen; darunter Hugo Simon, Dieter Köfler, Gerfried Puck, Stefan Eder, Willi Melliger, Thomas Kleiss.
Gesamtdotation: 125.400 Euro.















