Der Kaiser geht nach Polen
Köttmansdorfer Unternehmen plant den sechsten Auslandsstandort.

Foto © PuchDirektor Charly Kaiser und Österreich-Geschäftsführer Mario Mörth haben noch Großes vor
Mischkonzern ist wohl die beste Bezeichung dafür, was sich Charly Kaiser in den vergangenen 20 Jahren aufgebaut hat. Im Drittjob hat er 1987 in einer Zwölf-Quadratmeter-Garage angefangen, Holzbuchstaben zu schnitzen. Drei Jahre später war er damit so erfolgreich, dass er die Erwerbsarbeit als Berufssoldat und Musiker an den Nagel hängte und sich ganz seiner Firma widmete. Heute werden in der Zentrale in Köttmannsdorf Reklameschilder ebenso produziert, wie Videowalls, Verkehrswarnwesten und Verkaufszelte.
Im Osten ist man Dienstleister, und richtet jene Geschäfte schlüsselfertig ein, für die man in Österreich die Ware produziert. So ist man etwa für die Textilketten Kik und Takko seit Jahren als Generalunternehmer des Ostgeschäfts tätig. Das reicht vom Werbeschild an der Fassade bis hin zur kompletten Geschäftseinrichtung. "Wir wollen bei unserem Ost-Engagement auch die Leute vor Ort profitieren lassen", stellt Charly Kaiser klar. In seinen fünf Auslandsfirmen in Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Slowenien und der Tschechischen Republik arbeiten ausschließlich örtliche Arbeitskräfte.
Erfolgreich lesen sich die Unternehmensdaten: 230 Mitarbeiter, davon 60 in Kärnten, zählt die gesamte Kaiser Industries. Der Jahresumsatz schwankt zwischen "sechs und sieben Millionen." Alleine heuer hat man wieder eine Million Euro in Produktionsmaschinen am Standort Köttmansdorf investiert.
Nächster Expansionsschritt: "Bis Jahresende werden wir auch in Polen vertreten sein", kündigt Kaiser an, dann soll das Unternehmen 300 Mitarbeiter zählen. Und auch darüber hinaus gibt es schon Pläne: "Das nächste Ziel ist Kroatien", so Kaiser, der sich zum 20-Jahr-Jubiläum aus dem Österreich Geschäft zurück gezogen hat und nun nur noch für die Ost-Expansion zuständig ist.
Übrigens: Statt Geschenke zum Jubiläum entgegen zu nehmen, ließ er Spenden sammeln. 2500 Euro für die Kosovo-Children Stiftung von Schwester Johanna Schwab kamen zusammen und wurden ihr übergeben.













