Kitzbühel fischt am Ufer des Wörthersees
Hypo Group Tennis International könnte schon 2009 in Tirol stattfinden. Als neuer Hauptsponsor ist Wett-Anbieter "bet-at-home" im Gespräch.

Foto © GEPARonnie Leitgeb
Im ATP-Kalender 2009 scheint Kitzbühel als Spielort nicht mehr auf. Wohl aber Pörtschach. Geht es nach den Tirolern, wird der Wörthersee-Ort gestrichen und statt dessen der Name der Gamsstadt eingetragen. "Es ist das legitime Recht der Kitzbühler zu versuchen, ihr Tennis-Stadion mit einem Event wieder zum Leben zu erwecken", gab sich Pörtschach-Veranstalter Ronnie Leitgeb kryptisch. Auf die Frage, ob es schon erste Gespräche mit den Tirolern gegeben hätte, meinte der Präsident des Kärntner Tennisverbandes nur: "Es gibt erste Anbahnungsgespräche über mir nahe stehende Personen."
"Kitzbühel spart schon" Ein Insider geht noch ein Stück weiter: "Wie ich weiß, spart Kitzbühel schon, um Leitgeb ein Angebot machen zu können." Ob die Hypo Group Alpe Adria als Hauptsponsor des Turnier mit macht, scheint eher ausgeschlossen. "Unser Vertrag läuft heuer aus. Doch gleich nach der Veranstaltung setzen wir uns zusammen und verhandeln über die vertraglich festgelegte Option für zwei weitere Jahre", gab Leitgeb preis. Steigt die Bank aus, steht - so besagen es Gerüchte - ein neuer Hauptsponsor ante portas: Internet-Wettanbieter bet-at-home.com soll sehr interessiert sein. "Man kann schon auf den Wettanbieter wetten", sagt ein Experte. Solche schickte auch die ATP als Kontrolleure nach Pörtschach. Die beanstandeten die 20 Jahre alte Werzer-Anlage. "Wir brauchen ein neues Stadion, eine multifunktionelle Arena, die problemlos mit vielen Aktivitäten auszulasten wäre", sagte Leitgeb, "das Land müsste 15 Millionen Euro aus dem Zukunftsfonds in die Infrastruktur investieren und der Wörthersee würde in Tenniskreisen Weltruhm erlangen. Das Bauwerke könnte man sieben Monate im Jahr nützen.
Pläne auf dem Tisch. Übrigens - heuer werden weltweit 850 Millionen Dollar in neue Tennisstadien investiert." Die Pläne für das Superstadion liegen schon auf dem Tisch. Ein Mitglied des Pörtschacher Gemeinderates meinte dazu: "Architektonisch eine Augenweide. Das Stadion würde noch weiter an den See gerückt, mit 5000 Sitzplätzen ausgestattet werden. Einziger Wehrmutstropfen - wir würden viele Tennisplätze und den derzeitigen großen Parkplatz verlieren."
Nicht verlieren wird aber das Turnier in der Werzer-Arena ab 17. Mai. Im Gegenteil. Es herrscht momentan ein regelrechtes G'riss um die Wildcards. Nach Carlos Ferrero und Richard Gasquet wollen nun auch Gilles Simon und Younes Al Aynaoui nach Kärnten kommen. Wer eine Wildcard bekommt, entscheidet Leitgeb am Montag.















