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Zuletzt aktualisiert: 04.03.2008 um 19:07 Uhr

Sie hat ein Auge fürs Auge

Karin Holzweber-Wernisch organisiert Kärntens Beitrag zum morgigen weltweiten Glaukom-Tag und hält einen von drei Aufklärungsvorträgen.

"Das Auge ist die Sonne des Sehens", sagt Karin Holzweber-Wernisch. Die "Sonne" am Bildschirm gibt ihr Recht

Foto © Bendele"Das Auge ist die Sonne des Sehens", sagt Karin Holzweber-Wernisch. Die "Sonne" am Bildschirm gibt ihr Recht

Doktorspiele waren nichts für die kleine Karin Holzweber-Wernisch: "Meine Schwestern und ich haben Ärztin gespielt - mit Löffeln in den Mund geschaut, mit Brennnesseln Hautausschlag erzeugt und mit eigenen Tinkturen behandelt, Knochenbrüche verbunden." Ein Spiel mit Folgen: Zwei Schwestern wurden Medizinerinnen.

Vorbeugung. Als Augenärztin kümmert sich Holzweber-Wernisch auch heute noch um (echte) Krankheiten und Vorbeugung. Als Bildungsreferentin ihrer Zunft kommt ihr der weltweit erste Glaukom-Tag am 6. März gerade recht: "Je früher ein Grüner Star entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen." Die Hälfte aller Menschen, bei denen ein Glaukom im Spätstadium diagnostiziert wird, ist nach 20 Jahren auf dem befallenen Auge blind. Wird die Krankheit, bei der die Augennerven zerstört werden, früh erkannt, sind nach 20 Jahren nur 15 Prozent der Betroffenen auf einem Auge blind.

Kürzere Wartezeiten. Worauf es also ankommt, ist Vorbeugung. "Jeder sollte einmal jährlich zur Vorsorgeuntersuchung", empfiehlt die Klagenfurterin. Dass viele Patienten sich schon jetzt mehr Augenärzte und kürzere Wartezeiten wünschen, ist ihr klar: "Das sollte aber niemanden daran hindern, das Augenlicht so gut wie möglich zu schützen und zu erhalten.

"Tag des Augapfels". Augen faszinierten sie schon immer: "Am schönsten sind sie, wenn man mit einer Spaltlampe in sie hineinschaut." Sie hat bereits einen Vorschlag für den 6. März in den nächsten Jahren: "Der Welt-Glaukom-Tag könnte doch in Zukunft ,Tag des Augapfels' heißen!"

JOCHEN BENDELE

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