Höhenflug als Stolperstein
David Schuller, der einzige Steirer beim KAC, erklärt das überraschend klare Scheitern gegen Laibach. Und er hofft auch auf eine 99ers-Zukunft.

Foto © GEPADavid Schuller
Die 99ers, bei denen sich Präsident Jochen Pildner-Steinburg nach wie vor nicht deklariert hat, wie es weitergeht, haben ja schon lange ausgelitten. Überraschender ist, dass es auch den KAC schon relativ früh erwischt hat. Nach zuvor 19 Siegen in 22 Spielen gingen die Rotjacken in der Best-of-Five-Viertelfinalserie gegen Laibach sang- und klanglos mit 0:3 unter.
Reine Kopfsache.Da sitzt der Frust natürlich tief, auch bei David Schuller, dem einzigen Steirer im Team der Klagenfurter. Dem übrigens die zweifelhafte Ehre zuteil wurde, das erste und letzte KAC-Tor der Saison erzielt zu haben. "Was natürlich auch kein echter Trost ist", so der 27-Jährige. Was schief ging? "Laibach hat mit Westlund einen Top-Goalie, der uns verzweifeln ließ. Und Eliks Qualitäten sind bekannt, auch wenn er für mich nicht so stark war, wie noch im Vorjahr. Aber das Hauptproblem war wohl in unseren Köpfen. Nach der tollen Serie am Ende des Grunddurchgangs und in der Zwischenrunde dachten wir wohl, es würde alles von selber laufen. Was ein Irrtum war", gibt der Kapfenberger Schuller ganz offen zu.
Titeltraum zerplatzt. Also war vor allem der eigene Höhenflug der Stolperstein im Kopf. "Alle sind jetzt sehr niedergeschlagen, vor allem die Fans. Die haben nach der Durststrecke der letzten Jahre schon vom Titel geträumt. Aber offensichtlich waren wir in dem Moment, als es um alles ging, nicht reif genug", meint der Stürmer. Wer jetzt seine Favoriten sind? "Wien und trotz einer durchwachsenen Saison Salzburg. Nur darf keiner Laibach unterschätzen." Schullers Zukunft liegt weiter in Klagenfurt (noch ein Jahr Vertrag), aber auch Graz ist ihm nicht egal: "Ich hoffe, dass es bei den 99ers weitergeht. So ein tolles Fanpotential darf nicht verloren gehen."
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Erste Liga, Play-Off-Viertelfinale (best-of-five, 4. Spiele), Donnerstag:
Jesenice - Linz (Serie: 1:2, Premiere live), VSV - Salzburg (Serie: 1:2, beide 19.15 Uhr)












